Vom Feuerwehrsport, um für Einsätze fit zu bleiben, bis zur nächtlichen Alarmierung erlebten die Jungen und Mädchen der Leitzkauer Kinder- und Jugendfeuerwehr den Alltag einer Berufsfeuerwehr.

Leitzkau l Schwerelos war die Katze auf den Baum gelangt. Aber wieder runterkommen? Ihre Besitzerin weinte bittere Tränen, weil dem Tier das nicht gelang. Hilfe musste her. Diese leisteten die Jungen und Mädchen der Leitzkauer Jugendfeuerwehr, angeleitet vom Team um Jugendwart Robert Ratzel. Die Katze war zwar nur ein Plüschtier, aber die Besitzerin nicht weniger froh und glücklich - und die jungen Retter um eine wichtige Erfahrung reicher.

Am ersten langen Oktoberwochenende erlebten 18 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr. Kaum waren die Jungen und Mädchen belehrt und in Gruppen eingeteilt, wurden sie auch schon zu ihrem ersten Einsatz angefordert. Ein Fahrzeug hatte Öl verloren. Die Ölspur musste beseitigt werden.

Seit einem Jahr bemüht sich die Leitzkauer Wehr wieder verstärkt um Nachwuchsarbeit. Mit großem Erfolg. Die Zahl der Mitglieder in der Kinder- und der Jugendfeuerwehr wächst. Zum Berufsfeuerwehr-Tag wurde erneut ein Aufnahmeantrag abgegeben.

"Die Kinder haben sehr viel Spaß", sagte Robert Ratzel. "Und am Abend fielen die Kinder erschöpft ins Bett", ergänzte Sabine Haberland, die zum Jugendwart-Team der Leitzkauer Feuerwehr gehört. Sie absolvierte mit den Teilnehmern unter anderem den Feuerwehrsport. Hindernis- und Staffelläufe standen auf dem Programm. Fußball spielen ebenso.

Aber sie waren gleich wieder hellwach, als sie alarmiert wurden. Im Park wurde eine Person vermisst. Die Kinder und Jugendlichen rückten aus und spürten den Vermissten zügig auf. Zuvor hatten sie schon einen "Großbrand" zu löschen gehabt. Mit Fehlalarmen, die es bei einer Berufsfeuerwehr ebenso gibt, wurden die Kinder und Jugendlichen auch konfrontiert.

Die Ortsfeuerwehren Dannigkow, Ladeburg und Leitzkau bilden für ihren Nachwuchs zwar einen Ausbildungsverband, aber weil die Teilnehmerstärke in Leitzkau allein reichte, um die Kapazität des Feuerwehrgerätehauses auszulasten, wurden mit den Dannigkowern und Ladeburgern nur drei Einsätze gemeinsam gefahren und nicht das komplette Programm erfüllt. Unter anderem beim "Großbrand" und der vermissten Person unterstützten die Dannigkower und Ladeburger ihre Leitzkauer Nachwuchskollegen.

"Ich freue mich, dass nach langer Zeit Kameraden die Leitung der Jugendwehr übernommen haben", sagte Ortswehrleiter Sven Krause, als der 24-Stunden-Dienst kurz vor seinem Abschluss stand und die Jungen und Mädchen den Umgang mit Feuerlöschern übten.

Die sieben Frauen und Männer um Jugendwart Robert Ratzel würden viel Freizeit in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen investieren. "Dafür möchte ich mich bedanken", sagte Sven Krause.

Die Vorbereitung und Durchführung des Tages bei der Beufsfeuerwehr von Freitagvormittag bis Samstagmittag waren sehr umfangreich. Die Leitzkauer Feuerwehr konnte sich dabei auf Firmen verlassen, die sie unterstützten.

Außerdem kümmerte sich die Stadt Gommern unter anderem um die Versorgung.

Bilder