Das Erntedankfest des Reesener Heimatvereins war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Hunderte von Besuchern verlebten abwechslungsreiche Stunden in und rund um die Pfarrscheune.

Reesen l Das schlechte Wetter bereitete den Organisatoren einige Kopfschmerzen, die aber aufgrund des Besucheransturmes unbegründet waren. Und für alle Altersgruppen war etwas dabei.

Traditionell bildete ein Gottesdienst in der Kirche den Auftakt. Anschließend ging es dann in und rund um die Pfarrscheune weiter. Hier wurden zur Stärkung unter anderem Kaffee und Kuchen, Flammkuchen sowie frische Petersilienwurzelsuppe angeboten. Der Kleintierzuchtverein hatte ein paar seiner Tiere ausgestellt. Und wer sich sportlich betätigen wollte, war beim Kegeln genau richtig.

Nicht gefehlt haben auch herbstliche Dekorationen, die so manche Idee für das eigene Gestalten zuhause boten. Mittlerweile fester Programmteil ist die Modenschau. Burger Verkaufseinrichtungen stellten aktuelle Mode vor, die von Reesenern präsentiert wurde. Zum ersten Mal wurde gezeigt, wie man frischen Saft selbst presst. Die Gäste konnten sich dabei auch selbst versuchen und Hand anlegen. Neben einer Handarbeitsausstellung gab es auch einen kleinen Flohmarkt. Annabel, Lea, Vanessa und Mia freuten sich dabei über jedes verkaufte Stück.

Gepflanzt wurden im Rahmen des Erntedankfestes die ersten Bäume auf der Streuobstwiese hinter der Pfarrscheune. Die Bäume konnten käuflich erworben werden. An jedem Baum hängt ein kleines Kärtchen mit dem Namen des Paten. "Auch die Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff (SPD) hat sich an der Aktion beteiligt und einen Baum gesponsert", sagte Ortsbürgermeister Otto Voigt. Aufgrund einer Krankheit konnte sie am Sonnabend nicht persönlich vor Ort sein.

Lediglich eine kleine, aber wichtige Pflicht kommt auf die Paten der Obstbäume zu: Wenn es nicht genug regnet, müssen sie selbst ihre Bäume gießen oder dafür sorgen.

Selbstgebauter Kamin übergeben und angeheizt

Kurz vor dem Erntedankfest wurde der neue Kamin in der Pfarrscheune übergeben und eingeweiht. Zur Unterstützung hatte die Volksbank Jerichower Land 5000 Euro gespendet. Vorstandsmitglied Steffen Trost überreichte anlässlich der Übergabe gleich noch einen Sack voller Kaminholz. "Wir würdigen mit unserer Unterstützung die Eigeninitiativen des Heimatvereins. Das Pfarrscheunen-Projekt soll etwas Bleibendes sein", erklärte Prokuristin und Leiterin der Privatkundenabteilung, Nordica Kühne.

Den Kamin hat der gebürtige Burger und gelernte Ofenbauer Guido Lehmann innerhalb einer Woche gebaut. "Es ist eine Eigenkreation und damit ein Unikat", ist der heute in Krefeld lebende Guido Lehmann stolz. Angesprochen wurde er vom Reesener Udo Niemeck und musste nicht lange überlegen. "Ich bin noch sehr heimatverbunden. Da kam die Zusage sofort", versicherte Guido Lehmann. Die Vorarbeiten und Fundament legen hatten Holger Howey, Gerd Krüger und Udo Niemeck geleistet. Die letzte "Amtshandlung" von Guido Lehmann war das Anheizen des Kamins.

Hildegard Uhden, Heimatvereinsmitglied und Verantwortliche für das Pfarrscheunen-Projekt, bedankte sich bei allen für die geleistete Unterstützung. "Das ist ein weiterer Schritt. Als nächstes folgt der Hof", blickte sie schon einmal voraus.

 

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