Burg l Im Frühjahr des Jahres 1956 wurde in der Berliner Chaussee 102 in Burg das Pionierhaus eröffnet. Dr. sc. phil. Hans-Georg Heike war damals der erste Hausleiter und besuchte jetzt seine frühere Arbeitsstelle.

Der Vorsitzende des heutigen Trägervereins "Verein für diakonische Arbeit" (VdA) des Pionierhauses, Ulli Weingärtner, begrüßte den früheren Lehrer im Hochschuldienst und Diplom-Pädagogen

Dr. Heike, der heute in Dresden lebt, hatte nach 46 Jahren den Wunsch, sich das wiederbelebte Pionierhaus noch einmal anzusehen und traf sich dort mit ehemaligen Weggefährten.

Auf ein Wiedersehen freute sich auch der Lehrer und ehemalige Schulleiter der Dorfschule in Körbelitz, Horst Raphael. Er hatte in den Jahren von 1959 bis 1968 im Pionierhaus Arbeitsgemeinschaften im naturwissenschaftlichen Bereich angeboten und geleitet.

Mit dabei war auch der bekannte Maler Hans-Georg Dräger. Er war in den Jahren von 1973 bis 1979 Leiter des Pionierhauses. Als Oberstudienrat unterrichtete er Kinder und Jugendlichen in den Fächern Kunst, Sprachen und Sport.

Schon am Eingang bemerkte der Ehrengast die baulichen Veränderungen des Hauses und hatte für die Hauschronik einige Originalaufnahmen aus seiner Zeit dabei.

Zur Erinnerung an diesen Tag überreichte der Diplom-Pädagoge und Online-Journalist Burkhard Werner an Hans-Georg Heike das Buch "Kindheit und Jugend" von Paul Nüchterlein mit einer persönlichen Widmung des Autors.

Der Besuchstag des Gastes viel auf das monatliche Treffen für Kinder und Jugendliche mit dem Namen "Stützpunkt 102". Dieser Tag wird von Ulrike Strobach vom Verein für diakonische Arbeit ehrenamtlich organisiert und bietet ein vielfältiges Angebot für Kinder zwischen acht und 13 Jahren. Unter anderen gehören Gruppenspiele, christliche Kinderlieder und Geschichten aus der Bibel, Mittagessen, Bastelworkshop, Billard, Fußball und Bogenschießen zu den Aktionen. In der anschließenden Gesprächsrunde wurden Fotos, Pressebeiträge und Erinnerungen vergangener Zeiten ausgetauscht und mit der heutigen Arbeit im Pionierhaus verglichen.

"Sie werden sich sicherlich vorstellen können, wie dankbar ich bin, nach etwa 46 Jahren eine meiner beruflichen Wirkungsstätten nochmal erleben zu dürfen. Das Pionierhaus Burg bleibt mir immer in bester Erinnerung, zumal es nicht zweckentfremdet wurde", sagte Hans-Georg Heike. "Ihnen und allen Mitarbeitern danke ich deshalb voller Hochachtung und wünsche ihnen und ihren Familie und allen Förderern weiterhin viel Freude und Erfolg", so Dr. Heike.

Das Pionierhaus Burg bittet unterdessen wieder um Mithilfe bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Weitere Informationen dazu unter www.pionierhaus-burg.de oder direkt im Pionierhaus, Berliner Chaussee 102.