In Lostau wird es Anfang November eine Verkehrszählung geben. Dann soll entschieden werden, ob am Seniorenwohnpark ein Zebrastreifen angelegt wird.

Von Thomas Rauwald

Lostau l Wolfgang Rust aus Hohenwarthe ringt weiter mit den Behörden um einen Zebrastreifen in Lostau. Im dortigen Seniorenwohnpark hat Rust Angehörige und somit festgestellt, dass es den älteren Menschen schwer fällt, die anliegende Straße zu Apotheke, Ärzten, Supermarkt zu überqueren. Schier unmöglich ist das Rollstuhlfahrern und Senioren, die einen Rollator nutzen. Die Straße ist unübersichtlich und viel befahren.

Seit Jahren wünschen sich auch die Lostauer einen sicheren Überweg. Ein Antrag ist vor Jahren von den Behörden abgeschmettert worden.

Rust hatte versprochen, in Lostau Unterschriften für das Projekt zu sammeln. Und er hat sich an den Kreistag gewandt. Die Landesstraße liegt in der Verantwortung des Kreises. Auf seine Anfrage vom 22. September erhielt er bereits Antwort. Neben den vielen gesetzlichen Hürden ist Rust vor allem der Umstand wichtig, dass das körperliche Vermögen der künftigen Nutzer in die Beurteilung einfließt. Eine Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft führt aus, dass die Verkehrsbelastung oder die Anzahl der querenden Fußgänger nicht maßgebend für die Sicherheit von Zebrastreifen sind. Hier sei eher eine Abschätzung der Einflusses auf die Leistungsfähigkeit und Wartezeiten von Fußgängern und Kraftfahrern ausschlaggebend.

In der Antwort des Kreistages wird bestätigt, dass die Gemeinde Möser Ende März erneut einen Antrag zur Errichtung eines Fußgängerüberwegs in Lostau, Lindenstraße, Höhe Apotheke gestellt hat. Die Einrichtung eines Zebrastreifens setze allerdings eine Verkehrszählung (Kraftfahrzeuge/Stunde und Fußgänger/Stunde) voraus. Diese werde, da es sich bei der Lindenstraße um eine Landesstraße handelt, von der Landesstraßenbaubehörde durchgeführt, ist dem Schreiben zu entnehmen. Die Zählung findet am 6. November von 6 bis 18 Uhr sowie am 7. November von 6 bis 14 Uhr statt. Nach Auswertung der Zählung wird es in Abstimmung mit dem Polizeirevier Jerichower Land und der Landesstraßenbaubehörde eine Entscheidung zum Antrag der Gemeinde geben.

Wolfgang Rust will dieses vage Ergebnis nicht abwarten. Er geht demnächst Unterschriften sammeln, damit der Bürgerwille bei der Entscheidungsfindung mit in der Waagschale liegt.