Die Ortsfeuerwehren von Loburg, Rosian, Isterbies und Schweinitz haben am Sonnabendvormittag eine gemeinsame Übung im Gewerbegebiet Loburg absolviert. Das erste Fazit bescheinigt den Kameraden eine gute Zusammenarbeit.

Loburg/Rosian/Isterbies/Schweinitz l Angenommen wurde eine schwere Explosion in dem glasverarbeitenden Betrieb Primo Glas an der Bundesstraße zwischen Loburg und dem Abzweig Rottenau. Das von der Stadtwehrleitung ausgegebene Szenario sah acht vermisste Personen vor. Geübt werden sollten zum einen die Brandbekämpfung und die Menschenrettung und zum anderen die technische Hilfeleistung.

Ziel: Das Zusammenspiel der Wehren stärken

Alarmiert wurden die Wehren von Loburg, Schweinitz, Isterbies und Rosian. Die Übung war geheimgehalten worden, um realistische Voraussetzungen zu schaffen, betonte der Schweinitzer Wehrleiter Heiko Herder. Zu der günstigen Zeit am Wochenende erschienen die Feuerwehren Schweinitz und Loburg mit je zehn Kameraden, Rosian sogar mit zwölf Kameraden und Isterbies mit fünf Einsatzkräften. Loburg war zuerst am Einsatzort, demzufolge übernahm René Moschkau von der Loburger Wehr die Einsatzleitung. Nicht verfügbar war die eigentlich eingeplante Drehleiter aus Möckern. Das Gerät war an diesem Tag nicht einsatzbereit. "So ist nun mal die Realität", kommentierte Daniel Sanftenberg diese Erschwernis, man arbeite eben mit den tatsächlichen Bedingungen. Sanftenberg ist Mitglied der Berufsfeuerwehr Halle und in der Schweinitzer Wehr ehrenamtliches Mitglied. Er wertete die Übung mit aus und war grundsätzlich zufrieden.

Das Zusammenspiel der Wehren sei gut gelaufen. Und das war auch eines der Ziele der Übung - die Kooperation der Ortsfeuerwehren fördern, denn entsprechend des Alarmierungskonzeptes, das derzeit für die Stadt Möckern erarbeitet wird, sollten die Freiwilligen Ortsfeuerwehren von Schweinitz, Isterbies und Rosian stets zusammen im Einsatzfall alarmiert werden. Ähnliche Gruppenalarme gibt es auch in anderen Bereichen der Einheitsgemeinde Möckern.

Der Hintergrund ist die zumeist schwache Tageseinsatzbereitschaft in den Orten. Um dennoch auch während der Woche eine handlungsfähige Einsatzstärke zu gewährleisten, muss gemeinsam alarmiert werden. Und schließlich hat jede Wehr ihre Stärken. Die einen haben mehr Atemschutzgeräteträger, andere haben das Rüstzeug, um mit den Schläuchen lange Wegstrecken überbrücken zu können.

Nach gut zwei Stunden war die Übung beendet und der Betriebsleiter von Primo glas, Dirk Sanftenberg, zufrieden: "Wir konnten von dieser Übung nur profitieren", freute er sich, zumal die Auswertung ergab, dass auch die acht "Vermissten" wieder wohlbehalten aufgetaucht waren. Der Loburger Betrieb produziert Glaselemente für ein skandinavisches Unternehmen.

Eine intensivere Auswertung der Übung mit allen Kameraden soll demnächst erfolgen.