Der Naturlehrpfad am südlichen Ufer des Nie-gripper Sees ist wieder begehbar. Anschauungstafeln und Sitzgelegenheiten laden zu einem etwa einen Kilometer langen Spaziergang ein, bei dem das Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt aufgefrischt werden kann.

Niegripp l Oft wurde das Projekt in den zurückliegenden Jahren verschoben, jetzt ist der Naturlehrpfad so gut wie fertig gestellt. Wer das reizvolle Südufer erkunden will, kommt voll auf seine Kosten. Zum einen ist der Weg wieder begehbar und kann auch von Radlern genutzt werden, zum anderen macht der Lehrpfad seinem Namen alle Ehre. "Hier kann sich auch jeder selbst testen", sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Summa. Denn neun verschiedene Thementafeln vermitteln einen Überblick, welche Tiere und Pflanzen rund um den Niegripper See und darüber hinaus zu Hause sind. Dazu zählen Informationen über den Uferbereich, Pilze im Kiefernwald, Waldtiere und ihre Trittsiegel, Wasservögel oder die Rote Waldameise. "Spaziergänger sollen also die Gegend erkunden, eine Rast einlegen und die große Vielfalt hier wahrnehmen", sagt Summa, der den Abschnitt nach der fachlichen Abnahme am Freitag am Wochenende ausgiebig erkundet hat. Gelegenheiten zum Entspannen bieten eine überdachte Sitzgruppe und ein Aussichtspunkt in der Mitte der Wegestrecke. Die richtig große Einweihung des Lehrpfades ist für Ostern kommenden Jahres vorgesehen. Mit den Sprösslingen aus Kita und Grundschule, die dann gleich Eier suchen können.

Bis dahin sollen in einem Arbeitseinsatz die Schautafeln und Sitzgelegenheiten mit Holzschutz versehen und der Pfad weiter freigeschnitten werden.

Am Ende des Lehrpfades plant Summa noch eine weitere Hütte mit Sitzgruppe. "Wir hoffen, dass sich noch Sponsoren finden, damit wir dieses Vorhaben verwirklichen können." Auch im Ort an den Grenzen sollen entsprechende Schilder auf den Naturlehrpfad hinweisen. Dieser kann aber auf jeden Fall schon jetzt erkundet werden. Er bietet sich auch für den Unterricht an. "Es wäre wünschenswert, dass ihn auch viele Schulen für sich gewinnen", hofft Summa.

Ermöglicht wurde die Herrichtung über das europäische Leader-Förderprogramm für den ländlichen Raum. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7000 Euro, einschließlich Eigenanteil. "Auch die Stadtverwaltung hat uns bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützt", freut sich der Ortschef.