Die Kannen-Sammelaktion des Vereins "Loburger Weg" beschert den Loburger Vereinsmitgliedern seit einiger Zeit zusätzliche Besucher. Viele wollen helfen.

Loburg l "Wir sind auf einem guten Weg", konnte Marianne Dommroese stolz den Gästen des Heimatvereins Gommern und der Heimatstube Nedlitz mitteilen. Die Hälfte der zu sammelnden 1050 Kannen sei bereits zusammen (Volksstimme berichtete).

Der "Loburger Weg" hat es sich zur Aufgabe gemacht, anlässlich des 1050-jährigen Bestehens von Loburg, welches im kommenden Jahr gefeiert wird, eben 1050 Kaffee- und Teekannen zu sammeln. Die Aktion wurde am 5. September gestartet und hat eine unverhofft große und deswegen erfreuliche Resonanz gefunden. Damit möchte sich der "Loburger Weg" in die Aktivitäten des Jubiläums mit einbringen. Die zweite Sammeletappe nach dem "Bergfest" hat begonnen und das schon wieder mit 60 bis 70 Kassen.

Davon konnten sich am Montagnachmittag auch Mitglieder des Heimatvereins Gommern und der Heimatstube Nedlitz vor Ort überzeugen. Ihr gemeinsamer Ausflug hatte sie auf die Loburger Burg geführt.

Die Gäste machten sich zunächst daran, den Burgturm zu erklimmen und von dort oben die Aussicht über Loburg zu genießen. Wieder unten angekommen, wurde gemeinsam mit den Gastgebern Ludwig und Marianne Dommroese, Ramona Ritze und Renate Selcho gemeinsam Kaffee getrunken. Der selbstgebackene Kuchen mundete so gut, dass man sich gleich die Rezepte für den Kürbis- und Sonnenblumenkuchen mitgeben ließ.

So gestärkt ging es mit Ludwig Dommroese zur Führung durch die Räumlichkeiten der Loburger Burg. Und da staunten die Gäste aus dem benachten Gommern und Nedlitz nicht schlecht, was in den Ausstellungsräumen bisher so alles zusammen getragen wurde.

"Eine handgefertigte Decke, damit die Kaffee- und Teekannen auf einem schönen Untergrund stehen können."

Und die Gäste waren nicht mit leeren Händen gekommen. Während die Kaffee- und Teekannen später gebracht werden, wurde neben einer kleinen Spende eine hübsche Tischdecke vom Heimatverein Gommern bereits übergeben. "Damit die Kannen auf einem schönen Untergrund stehen können."

Und die abgegebenen Kannen-Exponate stammen aus mehreren Jahrzehnten. Viele Spender handeln dabei nach dem Motto "Bevor ich sie wegschmeiße, gebe ich sie lieber für einen guten Zweck weiter."

Zwei bisher wenig genutzte Räume wurde so hergerichtet, dass die Kannen dort in Regalen gelagert werden können. Aber auch andere Ausstellungsräume dürfen sich über Kaffee- und Teekannen freuen.

Gedanken hat man sich auch darüber gemacht, was nach der 1050-Jahr-Feier mit den Kannen geschieht. Ludwig Dommroese: "Die Stadt hat Entgegenkommen signalisiert, uns dabei zu unterstützen."

Am Sonnabend, 1. November, wird der "Loburger Weg" wieder zum beliebten Glühweinabend einladen.

Wer sich an der Kannen-Sammelaktion beteiligen möchte, kann sich telefonisch bei Ludwig Dommroese unter der Rufnummer (039245/38 86) melden oder sie persönlich donnerstags ab 19 Uhr auf der Loburger Burg abgeben. Es werden aber nicht Kannen, sondern auch altes Geschirr und ähnliches genommen.

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