Burg l Nach dem Bau- und Umweltausschuss hat sich auch der Hauptausschuss dagegen ausgesprochen, einen Bebauungsplan für das Wochenendhausgebiet an der Burger Seite des Niegripper Sees aufzustellen. Zuvor wurde über Für und Wider diskutiert. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Otto Voigt (SPD-Fraktion), erinnerte an die angepeilten Einnahmen in Höhe von 200 000 Euro für den Stadthaushalt und dass der so genannte Hundestrand für die Naherholung kaum genutzt werde. Ähnlich urteilte auch der Chef des Bau- und Umweltausschusses, Clemens Engel (CDU). "Die Fläche ist ungeordnet und bis auf zwei Stellen zugewachsen. So schön ist die Ecke nun auch wieder nicht. Außerdem gibt es genügend Interessenten für einen Bauplatz", sagte er.

Frank Endert, Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Endert-JL, unterbreitete zunächst den Vorschlag, einen 20-Meter-Streifen vom Seeufer für die Öffentlichkeit zu belassen, nahm diesen aber nach einer Auszeit ("Ich wollte nur eine Pause") wieder zurück und stimmte dann gegen das Gesamtprojekt.

Kerstin Auerbach, Fraktionschefin der Linken, und Barabara Scheppe untermauerten ihre ablehnende Haltung gegenüber den städtischen Plänen. Das Areal werde beispielsweise genutzt, um Schlauchboote ins Wasser zu lassen und um sich dort zu erholen. Zudem sei es nicht im Interesse der Bürger "ein Stück Natur zu verkaufen".

Mit Gegenstimmen und Enthaltungen wurde der Beschluss abgelehnt, jetzt muss der Stadtrat endgültig befinden.