Schartau l Gut besucht war am Freitagnachmittag die Schartauer St.-Sebastian-Kirche. Das hatte gute Gründe: Es war Reformationstag und die neue Pfarrerin Sandra Trottner sollte für ihren Dienst im Pfarrbereich Schartau, der außerdem Niegripp, Hohenwarthe, Möser und Schermen umfasst, eingesegnet werden. Das geschah in höchstem Maße feierlich mit dem Möseraner Kirchenchor und den Konfirmanden, die die Zeit der Reformation bildhaft und sprichwörtlich in die Kirche holten, und mit einer Predigt, die die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Elbe-Fläming selbst hielt, da Sandra Trottner wegen einer schweren Erkältung noch nicht wieder gut bei Stimme war.

Reformation bedeute Erneuerung, hatte Ute Mertens gesagt, und Rückbesinnung auf die Wurzeln. So ordne sich auch Sandra Trottners Start in Schartau ein.

Die Superintendentin wies auf Luthers Erkenntnis hin, wonach allein der Glaube das Maß Gottes sei, nicht die Werke des Einzelnen. Der Gerechte wird aus dem Glauben leben.

Der neuen Pfarrerin wünschte sie, dass sie sich auf die Wurzeln besinnen könne. Und sie erklärte den Anwesenden, dass Sandra Trottner im Entsendungsdienst der Landeskirche tätig sei und nach ihrer Ausbildung nun eine Pfarrstelle übernehme. Sie werde also eingesegnet, dienstältere Pfarrer würden eingeführt.

Im Anschluss gratulierten auch die Vorsitzenden der Kirchengemeinden Schartau und Möser, Andra Hoffmann und Dr. Michael Krause, herzlich der jungen Pfarrerrin, bevor es ins Pfarrhaus hinüberging, wo bei Kaffee und Kuchen das Fest fortgesetzt wurde und wo auch Ortsbürgermeister Dr. Hans-Horst Borg Sandra Trottner herzlich in der Elbgemeinde begrüßte und der Pfarrer der Burger katholischen Gemeinde, Jörg Barke, sie zu den bevorstehenden ökumenischen Zusammenkünften einlud.

Pfarrerin Sandra Trottner hatte bereits vor gut einem Monat nach einer Zeit der Vakanz die Nachfolge von Pfarrer Peter Eichfeld angetreten.