Unter dem Thema "Das Leben ist so bunt wie ein Regenbogen" läuft derzeit die 11. Kunstolympiade an der Sekundarschule Fritz Heicke in Gommern. Schüler aller 13 Klassen beteiligen sich.

Gommern l Was soll man denn da malen? Diese Frage ging den Teilnehmern an der 11. Kunst-olympiade der Sekundarschule Fritz Heicke als erstes durch den Kopf, als sie das Thema erfahren hatten, das sich ihre Kunstlehrer dieses Jahr für sie ausgedacht hatten: "Das Leben ist so bunt wie ein Regenbogen". Der anfänglichen Skepsis wich nach und nach die Überzeugung, dass "ein Leben so bunt wie der Regenbogen" eigentlich jedes Thema zulässt und der Fantasie deshalb keine Grenzen gesetzt sind.

Zur Kunstolympiade lädt die Sekundarschule jedes Jahr die jeweils fünf besten Zeichner aus jeder Klasse ein. Am Mittwoch fiel in der Mittagszeit der Startschuss. In drei Räumen saßen die Fünft- bis Zehntklässler und begannen zu malen, zu zeichnen, zu gestalten. Dabei durfte über Kopfhörer Musik gehört werden oder die Schüler erzählten leise miteinander, liehen sich untereinander Stifte und gaben sich Tipps. Nicht weniger begehrt waren die Hinweise von Kunstlehrerin Annett Koczak und ihrer Kollegen, die in allen drei Räumen unterwegs waren und den Schülern gerne halfen.

Die einen entwarfen ihr Thema aus ihrer eigenen Vorstellung, die anderen ließen sich von Fotografien inspirieren, die sie über ihre Smartphones im Internet gefunden hatten.

Mit Pastellkreide arbeitete Julia an einem Papagei, während Franziska neben ihr mit einem Kohlestift Katzen zeichnete. Die Zehntklässler kennen die Kunstolympiade gut: Sie wurden regelmäßig eingeladen teilzunehmen.

"Bunt wie der Regenbogen?" Auf die Frage wusste Johann aus der fünften Klasse gleich die passende Antwort. Er malte ein Hundertwasserhaus. Nicht irgendeines, sondern sein eigenes. In der Grünen Zitadelle in Magdeburg war er bereits gewesen.

Einen Pokemon zu malen, fand sein Mitschüler Kevin zwar alles andere als leicht, aber vielleicht gerade deshalb entschied er sich - wie einige andere Kinder - für die beliebte Comicfigur. "Es macht Spaß", sagte er.

Emilie nahm sich ihren Bruder zum Vorbild, der für eine Kirche schon einmal eine gute Note erhalten hat. Mit viel Akribie begann sie die Buntglasfenster der mit Bleistift entworfenen Kirche zu gestalten. So kleinteilig? "Ich habe ja genügend Zeit", begründete sie ihre exakte Malweise.

Die Kunstolympiade ist laut Annett Koczak auch eine Möglichkeit, die Schüler mal in den Mittelpunkt zu rücken, die sonst eher die stillen sind. "Sie haben die Aufmerksamkeit durch die Olympiade verdient."

Sortiert nach Klassenstufen werden die Bilder zum Elternsprechtag in der nächsten Woche ausgestellt. Dann können Eltern, Lehrer, Schüler und jeder Gommeraner, der gern möchte, die (anonymisierten) Bilder ansehen und bewerten. Punkte zwischen null und zehn können vergeben werden.

Um die 100 Bewertungsbögen oder sogar mehr müssen danach ausgewertet werden, bevor die drei besten Künstler jeder Klassenstufe gekürt werden können.

Bilder