Wie kann die Einkaufsstraße in Burg auch mit Blick auf die Landesgartenschau (Laga) 2018 an Attraktivität gewinnen und weiterentwickelt werden? Eine zentrale Frage, die auf einem Themenabend im evangelischen Gemeindehaus erörtert wurde. Initiator war die Lenkungsrunde Stadtumbau.

Burg l Aus den Erfahrungen anderer lernen und daraus Konzepte entwickeln. Das ist der Tenor dieses Forums, zu dem neben Vertretern von Verwaltung, Stadtrat, Vereinen leider nur wenig Gewerbetreibende gefunden hatten.

Dennoch: Anregungen für Burg gab es allemal, wofür allein Städtebauingenieurin Birgit Schmidt, die sich als Geschäftsstraßenmanagerin in Magdeburg-Neustadt engagiert, und der Journalist Martin Lampadius als Vorstand der Aschersleber Kaufmannsgilde beitragen konnten. Die Stadt war 2010 Austragungsort der Landesgartenschau.

Neben verschiedenen Förderprogrammen, die in die Stadtteilentwicklung Magdeburg-Neustadts flossen, berichtete Birgit Schmidt über das Engagement der Gewerbetreibenden und über gemeinsame Aktionen des "Aktiv-Büros". Ihr Credo: "Die Händler der Stadt sind nur so gut wie der Standort wahrgenommen wird. Und eine Investition in einen attraktiven Standort wird die künftige Existenz sichern. Das muss nicht immer gleich Geld sein, es hat sehr viel mit Ideen und Mitdenken zu tun, dazu muss man aber auch bereit sein", erläuterte die Expertin. Unabdingbar sei in diesem Zusammenhang die Einsatzbereitschaft der Firmen, die Aufgaben übernehmen und somit Netzwerke entstehen lassen. "Wir haben die Aufgabe, solche Aktivitäten anzuschieben, aber es ersetzt nicht die Notwendigkeit, dass sich die Händlerschaft zusammenfindet", sagte die Geschäftsstraßen-Managerin.

Dies unterstrich auch Martin Lampadius. Seit 15 Jahren gibt es die Unternehmer-Vereinigung der Aschersleber Kaufmannsgilde, deren Vorstand neben mehreren Vereinsmitgliedern den Burger Workshop besuchte. "Mit zündenden Aktionen der Kaufmannsgilde konnte Aschersleben mittlerweile zu einer attraktiven Flaniermeile ausgebaut werden", berichtete Martin Lampadius.

Unter anderen gehöre der Schaufensterwettbewerb, der Adventskalender mit Verlosung und das Gildefest zu den Aktivitäten, in die Einwohner und Gäste einbezogen werden. "Den Schwung der Landesgartenschau konnten die Unternehmen mitnehmen und ausbauen." So seien unter anderem die Übernachtungen in der Stadt um ein Vielfaches gestiegen und weitere Gastronomiebetriebe haben sich fest etabliert, erläuterte Lampadius. Dies sei natürlich auch in Burg möglich.

Eine engagierte, partnerschaftliche Beteiligung und Vernetzung von Bewohnern, Händlern, Gewerbetreibenden und Initiativen ließe sich sicherlich auch in der Ihlestadt verwirklichen, war die einhellige Meinung der Workshopteilnehmer. In diesem Zusammenhang findet eine Tradition zwischen Innenstadthändlern, Sparkasse Jerichower Land und Stadt in den kommenden Wochen ihre Fortsetzung: das Weihnachtsbaumschmücken 2014.

Bilder