"MACH-T-BAR" heißt das neueste Programm des Burger Amateur-Kabaretts "CAT-stairs." Am vergangenen Wochenende feierte Burg die Premiere.

Von Roland Stauf

Burg l Im Voraus gab der Titel zu denken, welcherlei Anspielungen sich herauslesen lassen. Beim Spiel mit der Macht und der Bar lag es dann auf der Hand, welche Akzente gesetzt werden. Das taten die Burger Kabarettisten ordentlich.

Anna-Maria Brandenburg, die Jüngste unter den jungen Kabarettisten, bewarb sich in der Bar und hatte zunächst gute Chancen, von Barchef Gabriel Giese eingestellt zu werden, weil sie weder hässlich, noch über- oder unterqualifiziert erschien. Im Einstellungsgespräch drehte sich das Blatt. Die Dame drehte auf ... Und wie! So erfuhr das Publikum endlich etwas über Männer. Die sind wie Wolken. Wer wissen will, warum, der muss eine der Veranstaltungen besuchen, denn alles kann hier nicht verraten werden.

Kabarettchef Dominik Patté spielte einen Nazi, der zur Geburtstagsparty neben Gabriel Giese und Maria Kiel zur Geburtstagsparty eingeladen war. Der Krieg feierte Geburtstag. Er ließ sich Gott sei Dank nicht blicken.

In seiner Abwesenheit gab es ein aufschlussreiches Gespräch, und wir erfahren , dass wir in Europa so lange keinen Krieg hatten, weil das Pazifistenpack den Sieg nicht feiern will. Dann gab es noch ein paar Tipps für unsere Abwehrmachtsursel: Sie soll Waffen nicht kaufen, sondern leihen.

Trotz einiger Längen begeisternd war das Handpuppenspiel der deutschen und der chinesischen Made durch die Landkarte, die den Weltapfel darstellte, und wirtschaftliche Weltschmerzen der nationalen Maden zum Gegenstand hat.

Maria Kiel als Macht-Schmetterling war köstlich. Ihr Bruder Alexander konnte bei diesem Programm endlich zeigen, was in ihm steckt. Und dass er ganz und gar keine Befürchtungen hat, zum gläsernen Bürger zu werden.

Kurz vor dem wohlverdienten Schlussapplaus kam Dominik Patté als "Mann hinter der Frau" noch einmal zu Wort. Und so gab es dann auch noch das Hoch auf Angie. Das hatte uns ja noch gefehlt.

Am Ende Blumen-untersetzter Dank an die anwesenden Unterstützer des Kabaretts, ohne die es nicht möglich wäre, in Burg ein Kabarett am Leben zu halten.

Das ist eine Erfolgsgeschichte. Das Kabarett jubiliert im nächsten Jahr. Das nächste große Programm wird im 15. Jahrgang stattfinden, die nächste Aufführung von "MACH-T-BAR" ist schon am Freitag um 19.30 Uhr auf der Kleinkunstbühne im Evangelischen Gemeindehaus. Sehr zu empfehlen.

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