Brieftaubenzüchter aus aller Welt treffen sich am 22. November in Dornburg. Hierzu sind Spitzenzüchter aus Deutschland, Holland, Dänemark, England und Südafrika geladen.

Gommern/Dornburg l Haben sie schon einmal vom "Millionen Rennen" gehört? Manch einer wird sich jetzt an den Film mit Axel Prahl erinnern, der vor etwa zwei Jahren das erste Mal ausgestrahlt wurde. Thema in dem Film: Ein Brieftaubenrennen in Südafrika, bei dem man eine Million Dollar gewinnen kann.

Das Rennen gibt es tatsächlich und die Gommeraner sind natürlich mit dabei! Axel Wolf vom Brieftaubenzuchtverein "Heimweh" nimmt seit einigen Jahren daran teil - "in einem internationalen Drei-Mann-Team", wie er sagt. Und auch auf diesem Gebiet zeigen die Leute vom Land sogar der Weltelite, wo der Hammer hängt. Bei etwa 3500 Tauben aus 34 Nationen, die dort starten, hat Axel Wolf mit seinem Team schon einmal den vierten Platz belegen können. "Das ist ein unglaubliches Gefühl, wenn die Weltelite dann vor dir den Hut zieht", erinnert er sich. Aber mindestens genauso extrem negativ fühlen sich hintere Plätze an - auch das weiß Axel Wolf.

Aber lieber landet man natürlich auf den vorderen Rängen, wie bei dem Internationalen Ostseerennen in Usedom im vergangenen Jahr. 300 Züchter mit etwa 1000 Tauben traten hier an. "Hier hat das Team Gommern den ersten Platz belegt", sagt Wolf stolz.

Bei so viel Erfolg, auch auf internationaler Ebene, ist es nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr bereits das 3. Internationale Brieftaubenzüchtertreffen in der Gemeinde Gommern stattfindet. Am Sonnabend, 22. November, haben die Gommeraner Zuchtvereine "Heimkehr" und "Nur kein Neid" das "Who is Who" der internationalen Brieftaubenzüchter eingeladen. Dieses Mal im Ambiente des Dornburger Schloßkruges sollen sich Spitzenzüchter aus Deutschland, Holland, Dänemark, Polen, Südafrika und England treffen, austauschen und informieren können. "Individuelle Gesprächsrunden und Erfahrungsaustausch sind uns wichtig. Außerdem wird es eine Podiumsdiskussion rund um den Brieftaubensport geben", kündigt Wolf an. Zudem sind die Profizüchter Mirko Jäger und Klaus Klee geladen, um über "One Loft Races" als Zukunft im Brieftaubensport zu sprechen. "Eine neu organisierte Art von Rennen. Wenn bei üblichen Rennen jede Taube zu ihrem Schlag nach Hause fliegt, werden oft unterschiedliche Wetterverhältnisse für Resultate verantwortlich gemacht. Bei einem "One Loft Race" werden die Tauben schon als Jungtiere zum Zielschlag gebracht, dort durch den Veranstalter trainiert, und wenn sie dann woanders aufgelassen werden, haben alle den gleichen Weg mit dem gleichen Ziel, so dass das Wetter auch für alle gleich ist", erklärt der Dornburger Brieftaubenzüchter das neue Prinzip.

Wie andere Top-Züchter darüber denken, will Wolf in der kommenden Woche herausfinden, wenn Tom Wolvers, Dick van Seelegen, die Gebrüder Verhork und Lessek Stochei unter anderem nach Dornburg kommen. Zusätzlich hofft er auf viele andere interessierte Brieftaubenzüchter. "Wir habe als Höhepunkt auch wieder eine Auktion. Verschiedene internationale Spitzenzüchter werden Jungtiere versteigern, außerdem wird der komplette Schlag von Jörg Müller, seines Zeichens mehrfacher Regionalverbandsmeister, unter den Hammer kommen", kündigt Wolf an.