Burg l Zu jeder Jahreszeit gepflegte Gräber mit der passenden Bepflanzung und ein würdevoller Ort der Trauer - das zeichnet seit drei Jahren die Ruhegemeinschaftsanlage auf dem Burger Ostfriedhof aus. Wurde der Bereich 2011 für diese neue Form von Urnenbestattungen hergerichtet, ist er heute im Landkreis ein Musterbeispiel dafür, wie Alternativen zu anonymen Bestattungen aussehen können. "Die große Nachfrage bestätigt jedenfalls diesen Trend", sagt Friedhofsgärtner André Burmester. Deshalb wurde jetzt die dritte Urnengemeinschaftsanlage mit 48 Bestattungsplätzen innerhalb der Ruhegemeinschaft fertiggestellt. Die ersten Beisetzungen sind bereits erfolgt.

Überhaupt habe sich mit dieser neuen Bestattungsform ein Trend vergangener Jahre fortgesetzt. Denn das klassisch-große Familiengrab, das Angehörige über Jahrzehnte pflegen, werde nur noch in den wenigsten Fällen gewollt. "Aus familiären und finanziellen Gründen", weiß Burmester aus unzähligen Gesprächen. Mehr und mehr werde auf fachmännische Pflege für ansprechend gestaltete Gräber gesetzt - nach festgelegten friedhofsgärtnerischen Maßstäben und als ästethischer Ort der Erinnerung. Unter diesem Aspekt wurde 2011 der erste Bereich mit 54 und 2013 das zweite Areal mit 36 Bestattungsplätzen vorbereitet. Mit Partnergräbern und der Urnengemeinschaft ist dieser Teil des Burger Friedhofes auf mittlerweile 900 Quadratmeter angewachsen. Auch eine vierte Urnengemeinschaftsanlage ist bereits vorgesehen.

Grundsätzlich ist für die Ruhegemeinschaft ein Dauergrabpflegevertrag mit der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt abzuschließen. Diese verwaltet das Geld (Komplettpreis für 25 Jahre), rechnet mit den beauftragten Gewerken ab und kontrolliert deren Arbeit.