Seit Kurzem ist in der Hochschulbibliothek Friedensau eine Plakatausstellung mit Motiven zum Thema "Krieg und Gewalt" zu sehen. Sie erinnert an die Verbrechen des 1. Weltkrieges und zeigt zeitgenössische Gestaltungsmittel und Kommunikationsmethoden.

Friedensau l Im Jahr 1914 begann der Erste Weltkrieg; an einem 11. 11. endete er für das Deutsche Reich durch das Waffenstillstandsabkommen von Compiègne. Mit Bezug zu diesem historischen Datum wurde am Dienstag in der Hochschulbibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau in Anwesenheit von Initiatoren und Künstlern die Plakatausstellung eröffnet, die an die Sinnlosigkeit von Krieg, Gewalt, Zerstörung, Elend und Tod erinnern soll.

Entstanden sind die Plakate in einem internationalen Gestaltungswettbewerb auf Initiative des Bundes der Mitteldeutschen Grafikdesigner und des Vereins zur Förderung visueller Kultur plakat-sozial aus Leipzig. In Friedensau wurden die Vereine vertreten durch Ulrich Strube, Vorsitzender des Bundes mitteldeutscher Grafikdesigner und Präsident der Akademie für Kunst und Design, und den Grafikdesigner und ehemaligen Dozenten für Kunst und Design an der Burg Giebichenstein Jochen Fiedler.

Zu sehen sind Arbeiten aus allen Teilen der Welt. Über 60 Künstler aus 14 Ländern, darunter aus Polen, China, Italien, Tschechien, Ecuador, den USA, Deutschland, aber auch aus Afrika beteiligten sich am Wettbewerb. Darunter international bekannte Vertreter der Plakatkunstszene. Nach ihrer erstmaligen Ausstellung in Leipzig, sind nun die Plakate in der Hochschulbibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau zu sehen.

Der erste Preis ging an eine polnische Künstlerin. "Alle bedienen sich einer ähnlichen Symbolik, obwohl Kulturen und Geschichte gänzlich andere sind, fordern den Betrachter mit ihren drängenden Aussagen zur Zwiesprache auf", heißt es nachher in Friedensau.

Dies sei das Anliegen der Initiatoren, die sich mit dieser Wanderausstellung ehrenamtlich für eine so besondere und selten wahrgenommene Kunstgattung des sozialkritischen Plakats engagieren.

Die Ausstellung ist noch bis 28. November in Friedensau zu sehen. Insbesondere Schulklassen sei diese Schau unbedingt empfohlen, heißt es in einer Mitteilung der Theologischen Hochschule Friedensau. Ein Workshop mit den Künstlern findet am Donnerstag, 20. November, 17 Uhr, auf dem Campus der Hochschule statt.

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