Die Rekordzahl von 468 Kaninchen konnte der Rassekaninchenzuchtverein Tucheim anlässlich seiner 11. kreisoffenen Schau am Wochenende im Tucheimer Jugendclub präsentieren. Im Vorjahr waren es 413 Tiere.

Tucheim l Vom Riesen, Mittelrassen bis hin zu Zwergrassen konnten die vielen Besucher 36 Rassen in 53 Farbschlägen bestaunen. 440 Kaninchen stellten Züchter aus Sachsen-Anhalt, 28 das Land Brandenburg/Berlin. Die Tiere teilten sich in 114 Sammlungen mit je vier Kaninchen und zwölf Einzeltieren auf. Elf jugendliche Züchter präsentierten 16 Zuchtgruppen. 71 Senioren hatten 98 Sammlungen und zwölf Einzeltiere gemeldet. "Wir freuen uns über dieses große Meldeergebnis. Es hat unsere Erwartungen weit übertroffen", so Siegfried Maiwald, Vorsitzender Tucheimer Vereins und Ausstellungsleiter. 15 Vereine aus dem Jerichower Land und sechs Gastvereine konnten begrüßt werden. 29 Tiere erhielten von den Preisrichtern das Prädikat "vorzüglich". 28 Kaninchen wurden mit "N. B." (noch bratfähig) eingestuft.

Die hohe Tierzahl verwunderte den Landesvorsitzenden Mike Hennings nicht. "Das ist der Lohn einer ausgezeichneten Arbeit des Tucheimer Vereins." Er ergänzte: "Mir geht das Herz auf. Man findet immer noch ein paar Inseln mit positiv Verrückten. Tucheim gehört dazu. Ich komme nächstes Jahr gerne wieder."

"Mir geht das Herz auf. Man findet immer noch ein paar Inseln mit positiv Verrückten. Tucheim gehört dazu."

Für Landrat Steffen Burchhardt (SPD) war die Anzahl der Tiere beeindruckend. "Sogar aus Berlin kommt man hierher zur Schau. Ich wünsche für die nächsten Jahre ordentliche Zuchterfolge."

Auch Genthins Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) zeigte sich beeindruckt. "Sie haben es geschafft, zu begeistern und die Familien mit einzubeziehen. Nachwuchssorgen gibt es hier in Tucheim augenscheinlich nicht."

Tucheims Ortsbürgermeister Karl-Heinz Steinel war Schirmherr der Schau. "Die Ortschaft hat trotz ihrer bescheidenen finanziellen Mittel den Verein unterstützt." Ebenso die Stadt Genthin.

Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) lobte, dass "es gelungen ist, eine dörfliche Tradition aufrecht zu erhalten". Während bei den Geflügelzüchtern die Anzahl der Tiere in den Schauen rückläufig sei, gebe es in Tucheim sogar Steigerungen. "Das ist toll."

Auch der Landtagsabgeordnete Harry Czeke (Die Linke) freute sich "über diese stattliche Veranstaltung. "Tucheim ist eine feste Burg im Zuchtgeschehen, auch über die Kreisgrenzen hinaus."

"Tucheim ist eine feste Burg im Zuchtgeschehen, auch über die Kreisgrenzen hinaus."

Groß war die Freude beim Verein G 398 Körbelitz über den Sieg in der Kreis-Vereinsmeisterschaft. "Wir haben zum ersten Mal diesen Titel gewonnen. Unser bestes Ergebnis war bisher ein dritter Platz", konnte es Vereinsvorsitzender Joachim Kottler aus Reesen kaum fassen.

Natürlich hatten die Tucheimer Rassekaninchenzüchter auch wieder ein Rahmenprogramm vorbereitet. Die nunmehr bereits vierte Bastel- und Malstraße ließ viele Kinder dort verweilen. Gebastelt werden konnten unter anderem Schneemänner. Und die Lose für die Tombola mit ihren vielen Preisen gingen weg wie "warme Semmeln".

"Ohne Unterstützung von Sponsoren und vieler fleißiger Helfer wäre so eine Ausstellung gar nicht durchführbar", machte Siegfried Maiwald deutlich. Er dankte ihnen genauso wie Jugendclub-Chefin Marina Wöhling für die Bereitstellung der Einrichtung.

   

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