Mit einer feierlichen Totenehrung und einer ökumenischen Andacht ist am Volkstrauertag am Gerwischer Kriegerdenkmal der Opfer der beiden Weltkriege gedacht worden. Mit der feierlichen Kranzniederlegung wurde das sanierte Denkmal vor der Kirche eingeweiht.

Gerwisch l Zwei Soldaten aus der Burger Clausewitz-Kaserne sind zur Ehrenwache aufgezogen, haben sich links und rechts des Gerwischer Kriegerdenkmals postiert.

Auf dem Platz vor der Kirche versammeln sich Bürger, Ratsmitglieder, Kommunalpolitiker, Geistliche und weitere Bundeswehrsoldaten aus der Kreisstadt. Sie haben sich eingefunden, um am Volkstrauertag der Toten beider Weltkriege zu gedenken und die Erinnerung an die grausame Vergangenheit mahnend wach zu halten.

Zwei Trompeter intonieren ein getragenes musikalisches Thema, ehe Pater Michael aus Biederitz und Pfarrer Albrecht Neumann die ökumenische Andacht beginnen. "Gottes wahre Größe erweist sich auf unserem Lebensweg", so Pfarrer Albrecht Neumann. "Darum wollen wir uns der Toten erinnern." Und weiter: "Ihr Tod soll uns Lebenden zum Frieden mahnen." Die Namen der Getöteten aus dem Zweiten Weltkrieg stehen auf einer Tafel aus dem Jahr 1953 in der Kirche. Ganze Familien seien damals ausgelöscht worden, erinnert Pfarrer Neumann. "Ihr Name ist das Einzige, was blieb."

Pater Michael lädt alsdann zum gemeinsamen Gebet ein, in das er die Opfer von Gewalt in der Vergangenheit ebenso einschließt wie die Unterdrückten, die zu Unrecht Verhafteten, die Gefolterten, die Heimatlosen auf der Flucht und die Verhungernden der Gegenwart. "In einer Welt der Angst hilf uns, die Hoffnung und die Hoffenden zu bleiben", wendet er sich im Gebet an Gott.

In seiner Rede vor dem Sockel mit dem erneuterten Adler sagt Oberleutnant Robert Moeske, man gedenke der Soldaten, die in Weltkriegen starben, auch auch der Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen unserer Tage, der Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, der Bundeswehrsoldaten, die im Auslands- einsatz ihr Leben verloren.

Ortsbürgermeisterin Karla Michalski dankt allen, die mit ihrer Spende die Sanierung des Denkmals ermöglicht hatten. Ihr Dank gilt auch dem Steinmetzbetrieb Kahlo. Das Denkmal sei kein Kriegerdenkmal, sondern ein Denkmal gegen den Krieg.

   

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