Im September vom Stadtrat beschlossen und im Oktober im Amtsblatt veröffentlicht - der Bebauungsplan für den Campingplatz am Niegripper See ist endlich rechtskräftig. Noch in diesem Jahr soll es den ersten Spatenstich für ein neues Sanitärgebäude geben.

Burg l Als Andreas Paßlack, Steffi Donges und Dirk Schmidt 2011 den Campingplatz auf der Burger Seite des Niegripper Sees übernommen haben, hatten sie keine Vorstellung davon, dass noch vier Sommer vergehen werden, bis sie mit ihren geplanten Investitionen endlich beginnen können, obwohl Stadtverwaltung und Stadtrat noch im Sommer 2011 die Aufstellung des Bebauungsplans angeschoben hatten. Dass die Herstellung des Baurechtes so lange dauerte, lag vor allem daran, dass das Freizeit- und Erholungskonzept mit umwelt- und naturschutzrechtlichen Belangen und Forderungen in Einklang gebracht werden musste. "Nun ist diese Hängepartie aber zu Ende und wir können endlich richtig loslegen", freut sich Andreas Paßlack.

Noch in diesem Jahr soll es, nachdem bisher mangels Baurecht nur kleine Verbesserungen, wie zum Beispiel Strom- und Wasseranschlüsse für Kurzzeitcamper, realisiert werden konnten, auf dem Campingplatzgelände den ersten Spatenstich für ein neues Sanitärgebäude geben, nach dem man sich in der zu Ende gegangenen Saison bereits mit einem Mietcontainer beholfen hat, damit die Camper duschen und zur Toilette gehen konnten.

Das neue Sanitärgebäude soll dann auf 120 Quadratmetern Fläche den Anforderungen der Zeit gerecht werden: Behindertentoilette- und dusche, Waschmaschinen und Trockner sowie eine Spülküche wird es künftig im Sanitärgebäude geben - neben den eigentlichen Wasch-, Dusch- und Toilettenräumen. Das Betreibertrio will in das neue Gebäude rund 150 000 Euro investieren.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Das Konzept von Andreas Paßlack und seinen Mitstreitern sieht weiterhin vor, die Steganlage im nächsten Jahr um zehn bis zwölf Liegeplätze zu erweitern. Frühestens Ende 2015 sollen die geplanten Ferienwohnungen fertig sein. Ziel der Betreiber ist auch ein Ausbau der gastronomischen Versorgung. Kann man bisher nur unter freiem Himmel sitzen, soll die Saison-Gaststätte bald auch einen Innenbereich haben. "Der Niegripper See soll auch in der Vor- und Nachsaison ein Ausflugsziel werden", wünscht sich Paßlack.

Die Saison 2014 sei trotz allem eine gute gewesen, bilanziert Paßlack die letzten Monate. "Wir hatten neben unseren Dauercampern 2500 Übernachtungen von Kurzcampern."

Als Nachbar des "Hundestrandes" wünscht sich Paßlack, dass die Stadt Burg bald auch für dieses Uferareal ein Konzept entwickelt und auf den Weg bringt. Ob nun eine weitere öffentliche Nutzung oder eine Privatisierung besser ist, da will sich der Campingplatzbetreiber nicht in die politische Diskussion einmischen. "Doch wie es jetzt ist, ist es eine Müllkippe", so Paßlack.