Die Rettungswache des DRK wird zum Jahreswechsel von Loburg nach Möckern umziehen. Dazu werden derzeit Räumlichkeiten an der Loburger Straße ausgebaut, sagt Frank-Michael Ruth, DRK-Geschäftsführer im Kreisverband.

Möckern/Loburg l Auf dem Garagenhof Richtung Grätzer Hof werden derzeit von einem privaten Vermieter Räume für die Anforderungen des Rettungsdienstes geschaffen, erklärt DRK-Geschäftsführer Frank-Michael Ruth. Die Übergabe der neuen Räumlichkeiten ist ihm zufolge für Mitte November angedacht, der Umzug von Loburg nach Möckern soll noch vor Weihnachten erfolgen. "Der Mietvertrag ist auf die Dauer von acht Jahren abgeschlossen worden", sagt Ruth.

Konzession gilt für acht Jahre

Zum Hintergrund: Der Landkreis Jerichower Land hatte auf der Grundlage des Rettungsdienstgesetz des Landes Sachsen-Anhalt die Dienstleistungskonzession des Rettungsdienstes für den Zeitraum von acht Jahren (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2022) neu ausgeschrieben. Der Zuschlag ging an das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das zuvor auch schon den Rettungsdienst im Landkreis Jerichower Land übernommen hatte.

Die neue Rettungswache Möckern, die rund um die Uhr mit zwei Mitarbeitern besetzt sein soll, hält nach derzeitiger Planung einen Rettungswagen vor. Damit soll gewährleistet sein, dass die Retter innerhalb von zwölf Minuten an jedem Einsatzort im Einzugsbereich sind. Zumindest auf dem Papier ist das so. Doch schon früh gab es Bedenken aus dem Bereich östlich von Loburg, ob die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist auch dort eingehalten werden könnte (Siehe Infokasten).

Um dies in der Praxis umsetzen zu können, schließen die Rettungsdienste landkreisübergreifende Verträge mit den benachbarten Rettungsdiensten ab. DRK-Geschäftsführer Ruth bestätigt, dass es solche Vereinbarungen auch mit Brandenburg (Ziesar) und Anhalt-Bitterfeld gibt. Doch möglicherweise muss umdisponiert werden. Denn der Kreistag von Anhalt-Bitterfeld hat Änderungen bei der Ausstattung seiner Rettungswachen zur Diskussion gestellt. Zur Debatte stehen nach der Volksstimme vorliegenden Unterlagen Änderungen bei den Reserveeinsatzfahrzeugen: Zur Absicherung der Einsatzbereitschaft bei Ausfällen von Rettungsfahrzeugen war bislang für die Zerbster Wache ein solcher Reserve-Rettungstransportwagen vorgesehen. Das könnte sich nun ändern. Möglicherweise wird es in der Wache in Zerbst dann einen Rettungswagen weniger geben. Der - so werden erste Überlegungen laut - fehlte dann vielleicht auch für die östlichen Orte der Stadt Möckern.

Laut Frank-Michael Ruth wäre daher die beste Lösung, wenn es auch im Bereich von Lübars noch eine kleine Wache mit einem Rettungswagen gäbe: "Wir dürfen bei der Standortsuche nicht immer wieder neue Lücken aufmachen."

Bei Standortwahl Rücksicht auf Anwohner genommen

Zur Auswahl für den neuen Standort in der Ortschaft Möckern standen zunächst mehrere Objekte. Fallengelassen wurde die Idee, im Bereich des ehemaligen Sägewerks/Friedhof Lühe die Rettungswache anzusiedeln. Man habe extra darauf geachtet, "dass wir uns mit den nächtlichen Sirenen nicht im Wohngebiet ansiedeln", hatte sich Ruth bereits in Sommer gegenüber der Volksstimme geäußert.