Die Stadt Burg ehrt den Grafiker, Illustrator und Kupferstecher Gerhard Wilhelm August Stauf (1924 - 1996) mit einer Sonderausstellung im Foyer des Burger Kinos. Viele Burger und Interessierte wohnten der Ausstellungseröffnung bei.

Burg l In seiner mehr als 40-jährigen Berufspraxis hat der Künstler über 200 Briefmarken der DDR, verschiedene Strichätzungen, Radierungen und 76 als Kupfer- oder Holzstich ausgeführte Exlibrisarbeiten gestaltet. "Das Besondere an dieser Sammlung ist, dass sie fast das ganze Leben des Künstlers widerspiegelt", sagte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) zum Beginn seiner Rede. "Mit der Ausstellung wird auch ein weiteres Projekt abgeschlossen, welches der Burger Kulturstammtisch initiiert hat. Nach dem Brigitte-Reimann-Jahr 2013 ist nun eine weitere Burger Persönlichkeit in das Licht der Öffentlichkeit gerückt worden", so der Bürgermeister, der betonte, dass die Stadt einen kleinen Jahresetat in Höhe von 5000 Euro für solche kulturelle Zwecke zu Verfügung stelle.

Als Sponsor des Burger Kinos und Förderer von kulturellen Veranstaltungen freute sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Jerichower Land, Norbert Dierkes, zur ersten Ausstellung im Foyer des Burg-Theaters dabei sein zu können. Der Freie Journalist, Lektor und Buchgestalter Roland Stauf hat die Werke seines Vaters in der Sonderausstellung exemplarisch und chronologisch aufgebaut.

So sind die präzisen Umsetzungen der filigranen, handwerklichen und künstlerischen Arbeiten von Gerhard Stauf für die Betrachter anschaulich und nachvollziehbar. Viel Lob für die Mitwirkung bei der Ausstellungsgestaltung erhielt Marie Friedrich, die ein kulturelles Freiwilliges Soziales Jahr in der Stadtbibliothek "Brigitte Reimann" absolviert. Kunst- und humorvolle, zum Teil auch sarkastisch und satirisch gestaltete Karten als Neujahrsgrüße verschickte Gerhard Stauf zur Jahreswende, einige davon sind auch in der Ausstellung zu sehen.

Mit seinem Saxophon und den Musikstücken "Pink Panther und Softly" begleitete Erik Förster von der Kreismusikschule "Joachim a Burck" die Vernissage musikalisch. Die Ausstellung "Zum Teufel mit allen bösen Buben" wird gemeinsam veranstaltet von dem Kulturstammtisch, der Sparkasse Jerichower Land und der Stadt Burg mit Unterstützung des Vereins Weitblick, dem Betreiber des Burger Kinos.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 22. Dezember im Kinofoyer des Burg-Theaters zu sehen.

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