Die Märchenhexe entführt den Weihnachtsmann und sperrt ihn in einen Käfig. Kann Weihnachten noch gerettet werden? Bei der Beantwortung der Frage fieberten die kleinen und großen Besucher der Weihnachtsaufführung des DRK-Kindergartens Max Moritz mit.

Gommern l Langweilig ist der Märchenhexe. Auch das Lesen ihrer "Hexenpost" bringt keine Abwechslung. Vielleicht das Fernsehprogramm? Nachrichten und Wetter können die Hexe auch nicht fesseln. Und dann noch das bevorstehende Weihnachtsfest. Zu dem sie nie Geschenke erhält! Dabei beteuert sie: "Das mit Hänsel und Gretel war doch ein Jugendstreich".

Hat die Märchenhexe ihre Lektion gelernt? Nein, überhaupt nicht. Weil sie keine Geschenke bekommt, sollen die Kinder auch keine unter dem Tannenbaum zu liegen haben. Sie entführt den Weihnachtsmann, sperrt ihn in den Käfig und macht sich über den Sack mit Geschenken her. Zwei Frisbeescheiben sind darunter. "Endlich zwei neue Suppenteller", freut sich die Hexe. Der Weihnachtsmann schluchzt unterdessen hinter Gittern: "Oh, oh, Weihnachten ist verloren."

Aber weit gefehlt. Des Weihnachtsmanns Schutzengel kommt auf seinem bunt leuchtenden Roller daher, schimpft mit dem Weihnachtsmann: "Nun sag mir bloß, wie du in diese gottlose Gegend kommst" und zieht los, um mit Hilfe der Bewohner des Märchenwaldes wie Hänsel und Gretel oder Schneewittchen und natürlich den Jungen und Mädchen im Zuschauerraum die Hexe zu überlisten und den Weihnachtsmann zu befreien.

Mit vielen liebevollen Details im selbstgeschriebenen Stück und in der Requisite gestalteten die Mitarbeiter des DRK-Kindergartens Max Moritz in der Begegnungsstätte am Volkshaus ihre Weihnachtsaufführung.

Eltern, Großeltern und Geschwister, die zahlreich erschienen waren, stimmte der Max Moritz-Chor mit seinen Liedern ein. Im Chor singen alle Jungen und Mädchen mit, die Spaß daran haben, noch ein bisschen mehr zu singen als in ihren Gruppen. In der Vorweihnachtszeit übt der Chor zweimal, sonst einmal wöchentlich. Die Kinder sangen mit viel Freude und stellten unter anderem ihr aktuelles Lieblingslied "Hämmern, Schrauben, Kleben" über das Basteln in der Weihnachtszeit vor.

"Die Weihnachtsaufführung ist unser Weg Danke zu sagen", erklärte Gabriele Eggert. Das Dankeschön gilt vor allem den Kindergarternkindern, die ihren Erzieherinnen etc. über das Jahr so viel Freude bereitet haben. Aber auch den fleißigen Eltern und großzügigen Sponsoren gilt der Dank.

Die Rollen waren unter den Kollegen schnell verteilt. Einige wollten lieber hinter der Bühne agieren, andere in ein Kostüm schlüpfen. Die Requisite wurde für das Stück komplett neu angefertigt. Und Papa Martin Hoff sorgte mit der Technik dafür, dass der richtige Ton im großen Raum erklang.

Das Max Moritz-Team freute sich riesig über das vielfach gehörte Lob für den gelungenen Nachmittag. Die wochenlangen Vorbereitungen haben sich gelohnt.

   

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