Sehr gut besucht war der Möckeraner Weihnachtsmarkt am Freitagabend in Möckern-Lühe. Der verkehrsarm gelegene Platz unter der großen Eiche scheint sich als ideal für die Veranstaltung etabliert zu haben.

Möckern l Kurz nach 17 Uhr eröffnete der Möckeraner Ortsbürgermeister Detlef Friedrich den Weihnachtsmarkt mit einer kurzen Rede, in der er sich bei allen Helfern und Organisatoren bedankte. Das Lob schloss etwa auch die freiwilligen Feuerwehrleute ein, die den Laternenumzug vom Lochower Weg bis nach Lühe begleitet hatten.

Denn wie bereits in den Vorjahren fand vor dem Weihnachtsmarkt eine Aufführung der Kita- und Hort-Kinder in der Stadthalle statt. Auch diese Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Organisatoren zählten 460 Kinder und Erwachsene. Aufgeführt wurde eine musikalische Erzählung über den "zerstreuten Weihnachtsmann". Der wurde nämlich von den Kindern in der Stadthalle Möckern erwartetet, aber er verfuhr sich ständig. Mal landete er in Amerika, dann in Spanien und Frankreich. Aber auf diese Weise erfuhren die Kinder in der Stadthalle Möckern doch wenigstens, wie in anderen Ländern das Weihnachtsfest gefeiert wird.

Über vier Meter langer Stollen

Angesichts der Vielzahl an Kindern in der Stadthalle stellte Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly erfreut fest: "Es gibt nicht zu wenig Kinder in der Stadt."

Nach dem Umzug zum Platz zwischen Ulrichkirche, alter Schule und Bäckerei in Lühe erwartete die Marktbesucher mit einheitlichen Holzbuden, dem Weihnachtsbaum und Feuerschalen eine urige Atmosphäre. Den Baum hatten die hier wohnenden Familien Jäger, Brademann und Wernicke und Beelen in Eigenregie geschmückt. Längst zur Tradition geworden ist auch der in diesem Jahr exakt 4,16 Meter lange Stollen, den die ortsansässige Bäckerei zum Weihnachtsmarkt anbietet.

Heiß begehrt bei den Kindern war das kleine historisch nachempfundene Karussel, dessen Fassungsvermögen irgendwann aber an seine Grenzen stieß.

Singender Weihnachtsmann

Möckerns Weihnachtsmarkt zeichnet sich auch dadurch aus, dass es einen der wenigen singenden Weihnachtsmänner vorweisen kann. Nachdem zu Beginn des Budenzaubers vor allem Weihnachtslieder zu Gehör kamen, schwenkte der Rotbewamste später mehr und mehr in die internationale Hitparade der vergangenen Jahrzehnte über. Wem diese Art von Beschallung nicht zusagte, konnte sich in die Dorfkirche flüchten. Hier spielten die Mitglieder des St.-Laurentius-Posaunenchors und es wurden kleine Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Der Handarbeitskreis der evangelischen Kirche präsentierte zudem seine hübschen und wärmenden Strick- und Häkelwaren an.

Bis in die späten Abendstunden war auf dem Markt Betrieb.

   

Bilder