Ihleburg (re) l Widerstand gegen die Erhöhung der Hundesteuer in den Burger Ortschaften, die heute Abend vom Stadtrat, der 18 Uhr in der Stadthalle tagt, beschlossen werden soll, kommt aus Ihleburg. Ex-Ortsbürgermeister und Ortschaftsratsmitglied Josef Woska sagt, eine Erhöhung der Hundesteuer auf dem Lande sei nicht hinnehmbar. "Die Hunde werden auf Privatgrundstücken gehalten, dienen der Bewachung und verschmutzen die Stadt nicht. Für die älteren Einwohner auf dem Dorf, die schon viele Nachteile (keine Einkaufsmöglichkeiten, ständige Erhöhung der Busfahrpreise) in Kauf nehmen müssen, ist eine Erhöhung der Hundesteuer um 150 Prozent eine weitere Belastung", so Woska. Bei der Bildung der Einheitsgemeinde Stadt Burg, so Woska, sei er nicht davon ausgegangen, dass die dörflichen Lebensumstände bei Beschlüssen keine Berücksichtigung mehr finden.

Die Stadtratsfraktion Freie Wähler/Endert-JL will auf der heutigen Sitzung einen Antrag auf Steuerermäßigungen beziehungsweise Steuerbefreiungen für Vierbeiner stellen, teilte der Vorsitzende Frank Endert mit. Unter anderem deshalb, weil Hunde in den Dörfern vielmehr eine Schutzfunktion haben. Auch für ausgebildete Gebrauchshunde sollten weniger Steuern gezahlt werden.