Die Sanierung der ehemaligen Schwab-Schule und die weitere Gestaltung des Weinbergs sind nur zwei Vorhaben des Stadtumbaus, die die Stadt Burg jetzt mit Hilfe von Fördermitteln starten kann.

Burg l Ein Weihnachtsgeschenk ganz nach dem Geschmack der Burger Kommunalpolitiker hatte am Montag Sachsen-Anhalts Landesentwicklungs- und Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) dabei, als er zur offiziellen Inbetriebnahme der grundhaft ausgebauten Magdburger Straße (Volksstimme berichtete am Dienstag) in die Ihlestadt kam: Fördermittelbescheide in Höhe von über drei Millionen Euro.

Das Land stellt im Programmjahr 2014 rund 3,2 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Burg zur Verfügung. "Damit erhält die Stadt die notwendige Planungssicherheit für die Finanzierung wichtiger Vorhaben", so Webel am Montag in Burg.

Die Übergabe der Fördermittelbescheide fand im Anschluss an die Straßenbesichtigung im Burger Kino "Burg-Theater" statt, denn auch diese wichtige Kultureinrichtung der Kreisstadt, die ein Verein betreibt, wird von weiteren Fördermitteln aus dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" profitieren, die für die laufende Sanierung des historischen Kino-Gebäudes ausgegeben werden sollen. Aus diesem Fördertopf stehen für Burg rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, die vor allem in die weitere Umgestaltung der Laga 2018-Areale "Weinberg" und "Ihlegärten" fließen sollen.

Mit den jetzt ausgereichten Fördermitteln des Landes und des Bundes in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro und dem Eigenanteil der Stadt von 600 000 Euro können im Programm "Aktive Stadt und Ortsteilzentren" mehr als 1,8 Millionen Euro in Burg investiert werden, davon mehr als 1,7 Millionen Euro allein in den "Weinberg".

Rund zwei Millionen Euro Fördermittel fließen im Rahmen von "Stadtumbau Ost" nach Burg. Zuzüglich des Eigenanteils der Stadt können innerhalb dieses Förderprogramms etwa 2,3 Millionen Euro investiert werden.

Das Geld soll vor allem in die Sanierung des Gebäudes der ehemaligen Clara-Schwab-Schule fließen (1,1 Millionen Euro), in das in absehbarer Zeit die evangelische Grundschule, derzeit noch auf dem Gut Lüben ansässig, umziehen soll.

Weiterhin soll schwerpunktmäßig in die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthofgelände investiert werden, wo zukünftig der Burger Bauhof sein Quartier haben soll.

Bauminister Thomas Webel erklärte anlässlich der Übergabe der Fördermittelbescheide an Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) im Burger Kino, dass das Land Sachsen-Anhalt mit einer aufgestockten Städtebauförderung eine wichtige Voraussetzung dafür schaffe, dass Kommunen wie Burg dem demografischen Wandel offensiv begegnen können.