1100 Meter Straße und 250 Meter Gehweg wurden jetzt im Rahmen des Ländlichen Wegebaus in Schartau befestigt. Neben den Landwirten sollen davon auch Radfahrer und Fußgänger profitieren.

Schartau l Drei Haupterwerbs- und drei Nebenerwerbslandwirte gibt es in Schartau. Wenn diese jetzt mit ihren Schleppern und anderen Fahrzeugen in der Gemarkung unterwegs sind, um ihre Äcker, Weiden, Ställe oder Scheunen zu erreichen, können sie den ländlichen Weg zwischen Ortseingang (aus Richtung Burg) und Ziegelei/Tierheim besser als bisher nutzen. Der etwa 1100 Meter lange Weg wurde mit 1200 Tonnen Mineralgemisch verbreitert und befestigt.

Bisher war dieser Weg mit seinen vielen "Riesenlöchern" selbst für landwirtschaftliche Fahrzeuge nur schwer befahrbar, für Radfahrer und Fußgänger aber oft unpassierbar, berichtet Gemeindearbeiter Frank Wust.

Er traf sich in dieser Woche mit Ortsbürgermeister Dr. Hans-Horst Borg und dessen Stellvertreter Marcus Teschner vor Ort, um die neue Schotterstraße zu begutachten. "Bei einer Breite von 3,50 Meter haben die Fahrzeuge unserer Landwirte nun ausreichend Platz und es gibt auch Ausweichbuchten", erklärt Dr. Borg beim Ortstermin.

"Der ausgebaute Weg soll aber auch der besseren Anbindung des Tierheims, der Alten Ziegelei und des Sportplatzes ans Dorf dienen", ergänzt Marcus Teschner.

Einige Meter parallel zur neuen Schotterstraße verläuft der ebenfalls neu gebaute Gehweg, der etwa 250 Meter lang ist und unter Verwendung von rund 100 Tonnen Brechsand hergestellt wurde.

Ortsbürgermeister Dr. Borg wünscht sich, dass nicht nur die Schartauer diesen von der neuen Schotterstraße abzeigenden "Eselsweg", der an einem kleinen Wäldchen vorbei zum Schartauer See führt, zukünftig vermehrt als Spazierweg nutzen. "So haben wir mit unserem Ländlichen Wegebau auch etwas für die weitere touristische Erschließung unseres Ortes getan, der ja bekanntlich am Elbe-Radweg liegt", verdeutlicht der Ortsbürgermeister. Der Schartauer See war vor wenigen Jahren entschlammt und renaturiert worden, präsentiert sich jetzt wieder als ein dörfliches Idyll.

Den Ländlichen Wegebau in Schartau realisiert hat eine Firma aus Hohenwarthe. Die Kosten beliefen sich auf 25 000 Euro. Bezahlt wurde die Maßnahme aus Separationsgeldern - Einnahmen von Flächen, die in früheren Zeiten durch Zusammenschluss von Grundstücken entstanden waren.