Es weihnachtet. Das ist nicht mehr zu übersehen. Nach dem Weihnachtsmarkt in der Kreisstadt hatten am Wochenende erneut zwei Burger Ortschaften zu ihren Festen eingeladen. Rührige Frauen und Männer sorgten in Parchau und Detershagen für Beschauliches und Besinnliches, für Spaß und Zusammenkommen in gemütlicher Runde. Regen und Hagel konnten dem nichts anhaben.

Parchau/Detershagen l Herrenhuter Stern in der Kirche und lodernde Feuertonnen davor: Zwischen gemütlichem Trubel und Besinnlichkeit kamen die Parchauer und ihre Gäste zur lauschigen Winkelweihnacht am Sonnabend zusammen.

Musik mit "Average Forty", Line-Dancer aus Burg und Posaunenchor - die Organisatoren hatten einiges zur Unterhaltung aufgeboten. Weihnachtsmann Patrick Wegner war einer der gefragtesten an diesem Abend.

Besonderer Höhepunkt dieser Winkelweihnacht war wieder der Auftritt der Laienspielgruppe. Die wohlig warme Kirche war richtig gut gefüllt. Das Hans-Christian-Andersen- Märchen "Des Kaisers neue Kleider" hatte Jung und Alt angelockt. Von Lampenfieber war nicht viel zu merken, als Kaiser(in) Janett Blum und ihre Mistreiterinnen das liebevoll vorbereitete und dargebotene Lehrstück um Betrug und Leichtgläubigkeit, menschliche wie politische Eitelkeit aufführten. Viel Beifall war der Lohn der Mühe.

"Alles begann 1997 mit dem Struwwelpeter. Das war unser erstes Stück", berichtet Birgit Wegner. Im Jahr darauf sollte die Parchauer Kirche 100 Jahre alt werden. Die Kirchengemeinde wollte sich etwas einfallen lassen. Laienspiel war die Idee. Zahlreiche Frauen fanden sich zusammen und hatten Spaß am Spiel. "Wichtig ist uns der Spaß an der Freude", sagt Birgit Wegner. Die Laienspielgruppe tritt zwei- bis dreimal im Jahr auf. Zu Erntedankfesten oder Dorffesten etwa. Auch bei Senioren kommt die Laienspielgruppe gut an und ist immer wieder gern gesehen.

Und fürs nächste Jahr? "Wir haben da schon so eine Idee", schmunzelt Birgit Wegner geheimnisvoll. "Verraten wird nichts. Jetzt spielen wir erstmal unser aktuelles Stück."

Der Ortschaftsrat von Detershagen hatte nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr den zweiten Weihnachtsmarkt organisiert. Nach Andacht und Krippenspiel lockten kleine Stände am Mehrzweckgebäude mit Süßem und Deftigem, Glühwein und Tee. Rappelvoll war die Kaffeetafel schön im Warmen. Der Zuspruch lag nicht nur daran, dass Regen und Hagel am Nachmittag ihr Bestes taten, um das Draußensein zu verleiden. Am Abend wurde es jedoch auch da gemütlich, am Feuer, beim Schwätzchen ...

Ortsbürgermeister Heinz Jantzen und seine Mitstreiter hatten sich alle Mühe gegeben. "Die Detershagener haben es im vorigen Jahr gut angenommen. Da war klar, dass wir es dieses Jahr wieder versuchen werden." Das Mehrzweckgebäude ist gut geeignet dafür. "Es ist schön, dass wir es haben, auch für andere Feiern." Ideen, das Außengelände zu gestalten, haben die Detershagener auch schon. Wann und wie das geht, wird man sehen müssen. "Zunächst werden wir uns selbst helfen müssen. Um die Finanzen steht es ja nicht zum Besten, auch wenn es eine kleine Entspannung im Burger Haushalt gibt", sagt Jantzen.

Für 2015 sollen in Detershagen erstmal die Sportler etwas von den Ortsmitteln haben. Am Sportplatz sollen Fluter installiert werden, damit die Fußballer auch abends trainieren und spielen können.

 

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