Eine fröhliche Weihnachtszeit erleben die jungen Leute aus den Berufsbildenden Schulen in Burg. Das gilt vor allem für die Zwölfer, die eine famose Weihnachtsgala auf die Beine gestellt haben.

Burg/Genthin l "Let it snow, let it snow, let it snow..." Stimmlich haben die Schüler aus den zwölften Klassen wirklich alles gegeben - aber es wollte nicht schneien. Egal, die große Spendengala der beiden Klassen war eine tolle Mischung aus Witz, Charme und Zuckerguss. "Die Schüler haben die gesamte Veranstaltung auf eigenen Füßen aus dem Boden gestampft", erklärt Dagmar Sinde. Sie ist wie Claudia Riecke Tutorin einer zwölften Klasse.

Erlebt haben hunderte Schüler in der Caféteria ein nettes Programm der Zwölfer auf der Bühne. Außer den Liedern gab es eine Tanzchoreografie von Maxi Schmidt, Kim-Sarah Böschel, Michelle Eileen Magera und David Effner (er ist im 13. Schuljahr). Zu den Moderatoren gehörte Marigona Lajqi (18). Sie sagte bei der Spendenübergabe tags darauf in der Sporthalle: "Egal welche Qualität unsere Darbietungen hatten, Hauptsache es ist genug Geld für das Kinderhospiz zusammengekommen."

Tatsächlich freut sich Hospiz-Leiterin Berit Wallmann über eine 600-Euro-Spende. Sie sagte zur Volksstimme: "Es ist eine großartige Geschichte, wie die jungen Menschen hier mit dem Thema Hospiz umgehen." Sie kam jetzt im dritten Jahr nach Burg zur Berufsschule, um einen solchen Scheck abzuholen.

Zu den Gästen der Gala gehörte auch Landrat Steffen Burchhardt, der die Spendensumme der Schüler auf volle Hundert aufgerundet hat. "Über die Höhe seines Anteils haben wir Stillschweigen vereinbart", erzählte Marigona Lajqi. Erlebt hat Burchhardt eine Tombola mit vielen tollen Preisen, die vor allem die beiden "Sponsorenjäger" Tim Eckert und Tim Sens zusammengetragen haben. Letzterer erzählte: "Wir haben eine große Tour gemacht, uns bei den Unternehmen persönlich vorgestellt und in den meisten Fällen auch Unterstützung bekommen." Eingesammelt haben die Schüler unter anderem eine Mikrowelle, einen Werkzeugkasten, eine hübsche Torte mit Schulfoto, 70 Pizzen und, und, und.

Geld für das Hospiz kam auch über ein Kuchenbuffet in die Kassen. Hier gab es außer Plätzchen und Marmorkuchen eine große Torte im USA-Stil.

Überhaupt war die Weihnachtsgala in das Thema Amerika eingetaucht. "Auf diese Idee gekommen sind unsere Schüler durch den Fremdsprachen-Assistent Drew Zay", erklärt Tutorin Sinde. Der 23-jährige Zay aus Florida unterstützte die Englischlehrer ein Jahr lang (Volksstimme berichtete).

Sehr viel Freude am Programm der jungen Leute hatte auch Schulleiter Stefan Bruns in leuchtender Nikolausmütze mit Sternen. Er sagte: "Die beiden Klassen sind eine harmonische Mischung aus vier Religionen, die prima miteinander zurecht kommen."

Davon konnte sich auch Berit Wallmann überzeugen, die den Scheck im Rahmen eines Volleyballturniers am Freitag entgegennahm. Sie steht als Leiterin an der Spitze des Kinderhospiz der Pfeifferischen Stiftungen in Magdeburg-Cracau. Die Einrichtung verfügt über acht Plätze in der Palliativmedizin: "Wir haben aber auch Platz für Geschwisterkinder und Eltern, arbeiten natürlich auch mit ihnen." Das Hospiz wird zu 95 Prozent staatlich finanziert. Wallmann: "Den Rest des Geldes müssen wir über Spenden organisieren." Sie meint: "Das ist auch gut so. Auf diese Weise hat die Gesellschaft einen Anteil an unserer Arbeit." In ihrer Einrichtung arbeiten zehn Schwestern bzw. Pfleger und eine Mitarbeiterin im Sozialdienst.

 

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