Über 30 Unternehmen werden am Mittwoch zahlreiche Ausbildungsberufe vorstellen. Über 650 Schüler haben sich bereits angemeldet. Die Burger Berufsschule ist für die Berufsorientierungsmesse des Landkreises vorbereitet.

Burg l Kurz vor dem Sekundarschulabschluss stellt sich bei jedem Schüler die Frage, wie es danach weitergehen soll. Abitur oder Lehre? Entscheidet man sich für die Lehre, wird zunächst über das Wo und Was nachgedacht. Dabei will die Berufsschule mit der zwölften Berufsorientierungsmesse helfen. Über 30 Unternehmen werden ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Vom Tischler über Kfz-Mechatroniker bis zum Altenpfleger wird eine große Bandbreite abgedeckt. 650 Schüler haben sich bisher angemeldet. "Die Betriebe müssen sich was einfallen lassen, damit die potenziellen Auszubildenden nicht an ihnen vorbeilaufen", sagt Marco Dominé, stellvertretender Schulleiter der Burger Berufsschule.

"Uns geht es natürlich darum potenzielle Auszubildende für uns zu gewinnen", sagt Philip Habryka von der Pareyer Wiegel GmbH Co KG. Für das laufende Ausbildungsjahr hatte die Firma drei Bewerber, die dann auch genommen wurden. "Es würde nicht schaden, auch mehr Auswahl zu haben", sagte der Mitarbeiter. Für seine Firma komme es auch darauf an, die ländliche Gegend um Parey schmackhaft zu machen. Ein Anreiz: "Wir stellen unter anderem Gittermasten für Hochspannungsleitungen her, das machen einfach nicht viele", erklärt Habryka. Das Pareyer Unternehmen sucht Interessenten für den Beruf des Konstruktionsmechanikers.

Von 8 bis 13 Uhr können sich die Schüler in den verschiedenen Häusern der Berufsbildenden Schulen "Conrad Tack" umschauen. Unterstützen werden dabei die Berufsschüler, die die Interessenten als Messeführer in kleinen Gruppen auf einen Rundkurs durch die Messe begleiten werden. "Die Gruppen werden vier bis sechs Schüler groß sein. Der Rundgang wird dann so eineinhalb bis zwei Stunden dauern", erklärt Domine´. Neben den angemeldeten Sekundarschülern wird auch mit Gymnasiasten gerechnet. "Das Burger Gymnasium hat es den Schüler überlassen, in den Freistunden mal vorbeizukommen", informiert Berufsschulleiter Stefan Bruns.

Neben den verschiedenen Firmen wird sich auch die Berufsschule selbst mit ihren Angeboten präsentieren. Im Rahmenprogramm können Experimente beobachtet, ein Puppentheater angeschaut oder der Sinnesparcours ausprobiert werden. Direkte Ansprechpartner der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, der Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde und vom DRK-Landesverband werden ebenfalls vor Ort sein.

Bei der Infoveranstaltung der ausstellenden Betriebe kam auch die Frage auf, warum nicht alle in einem großen Raum gemeinsam ausstellen. Über die Nutzung der Sporthalle wurde seitens der Berufsschule bereits nachgedacht. Aber: "Die Akustik dort ist viel schlechter, eine Verständigung fällt schwerer", sagte Dominé. Bruns ergänzte: "Es wäre ein enormer logistischer Aufwand gewesen, dass vorzubereiten. Und wir sind letztendlich doch eine Schule und keine Messeagentur."