Das Jahr 2014 liegt hinter den Bürgern der Einheitsgemeinde Stadt Möckern. Aus Sicht des Stadtbürgermeisters Frank von Holly war es ein gutes und erfolgreiches Jahr für die Stadt und ihre Bürger.

Möckern l "Wir haben viel geschafft", sagt Möckerns Stadtoberhaupt. "Wir konnten trotz einiger Krankheitsfälle in den Reihen der Verwaltungsmitarbeitern doch einige Versprechen erfüllen und es wurde auch viel Überfälliges endlich erledigt."

Damit meint Frank von Holly zum Beispiel die erfolgte Sanierung der Ortsdurchfahrt in Schweinitz oder die angeschobene Sanierung der Ortsdurchfahrt Theeßen. Oder die Straßensanierung in Wörmlitz. Lange hatte es gedauert, bis die dortige Lindenstraße in voller Länge saniert werden konnte. Damit konnte auch endlich der lange Zeit vernachlässigte Sandweg am hinteren Ende der Lindenstraße bis zum Beginn des Walderlebnispfades zu einer richtigen Straße ausgebaut werden. "Durch Glück und Fördermittel konnte auch der Weg zum Sportplatz gleich mitgemacht werden", freut sich von Holly. Eine Einweihung der Straße steht derweil noch aus.

Grundschule Wörmlitz konnte erhalten werden

Und noch ein weiteres Erfolgserlebnis in Wörmlitz nennt der Stadtchef: "Durch die Änderung der Schuleinzugsbereiche konnten wir erreichen, dass die Grundschule Wörmlitz für möglicherweise zehn Jahre erhalten bleibt." Von Holly nennt als Ursache die geänderten Mindestanforderungen des Landes Sachsen-Anhalt an kleine Schulen auf dem bevölkerungsarmen Lande, ebenso aber auch die Bereitschaft der Eltern in den umliegenden Ortschaften, ihre Kinder nach Wörmlitz zu schicken.

Auch in Loburg wurde viel erreicht. "Keiner hatte geglaubt, dass wir die neue Sporthalle für Loburg bauen würden. Im Jahr 2014 haben wir sie fertiggestellt. Und mit der Sanierung der DRK-Kindertagesstätte in Loburg ist man drei Jahre früher fertig, als eigentlich angedacht: Im Plan stand die Sanierung erst für die Jahre 2017/18, erinnert Frank von Holly.

Auch er weiß, dass es noch ein langer Weg auf dem Weg zur echten Einheitsgemeinde ist, zum Zusammenwachsen der 27 Dörfer mit ihren 50 Ortsteilen. "Das geht natürlich nicht von heute auf morgen", meint der Stadtoberste. Das von der Landesregierung geförderte und geforderte Demografie-Analyse-Projekt IGEK habe aber schon dazu erfolgreichbeigetragen.

Erfolgreiche Ansiedlung zweier Unternehmen

Das Jahr 2014 hat für die Stadt einige Veränderungen gebracht. Manche sind bislang nicht so sehr spürbar, meint von Holly. Etwa die Schließung der Polizeistation in Möckern und Loburg zugunsten der Regionalbereichsbeamten. "Ich habe, was das betrifft, noch keine Veränderung wahrgenommen." Den Umzug der Rettungswache von Loburg nach Möckern sieht er dagegen bedenklich. "Ich weiß nicht, ob so der Nordosten der Einheitsgemeinde gut erreichbar ist." Den Umzug kann er dennoch nachvollziehen: "Die Mehrzahl der Einsätze erfolgt in den Altenpflegeheimen von Friedensau und Möckern", nennt von Holly ihm vorliegende Zahlen.

Beruhigt ist Frank von Holly, dass im Jahr 2014 endlich die heiß diskutierte Risikoanalyse für die freiwilligen Ortsfeuerwehren verabschiedet werden konnte.

Auch im zurückliegenden Jahr machte die Umstellung des kameralistischen Systems auf die doppische Buchführung das Aufstellen eines Haushaltsplanes für die Stadt Möckern nicht leicht. Doch der noch im Jahr 2014 verabschiedete Haushaltsplan für 2015 zeigt dem Bürgermeister: "Wir sind auf Aufholkurs."

Noch viel zu tun ist dagegen etwa bei den laufenden Straßensanierungen im Stadtgebiet. "Da ist einiges offen geblieben", weiß von Holly. Geschuldet der Personalsituation waren von den dafür im Jahr zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von 150 000 Euro nur knapp die Hälfe aufgebraucht worden.

Zu den positiven Ereignissen des Jahres 2014 zählt der Möckeraner Bürgermeister die erfolgreiche Ansiedlung zweier großer Unternehmen im Stadtgebiet: "Heinz von Heiden im Jahr 2014 hat positiv eingeschlagen und Promens entwickelt sich in Theeßen prächtig." Der Häuslebauer und der Plastikflaschenhersteller hatten zwei leerstehende Gewerbeimmobilien mit neuem Leben erfüllt.

Zutiefst enttäuscht von der Konrad-Adenauer-Stiftung

Ganz im Gegenteil zur Konrad-Adenauer-Stiftung. Deren Auszug aus dem Schloss Wendgräben zum Jahreswechsel nennt Frank von Holly eine "selten vorher erlebte hoffnungslose Enttäuschung". Damit meint er die Kommunikation der KAS mit den Menschen in der Region. Denn schon früher als öffentlich bekannt soll sich die CDU-nahe Vereinigung mit dem Gedanken getragen haben, die Bildungsstätte zugunsten eines zentralen Neubaus in Berlin fallen zu lassen.

Lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben eine Vorausblick des Möckeraner Stadtbürgermeisters auf das angelaufene Jahr 2015.