Aus einer Idee wird nun ein Projekt. Ein kleines Team plant für dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt in der Burger Altstadt. Märchenerzähler, Weihnachtsmusik und Kutschfahrten sollen die Augen von Kinder und Erwachsenen zum Leuchten bringen. Doch es gibt noch viel zu tun.

Burg l Ein erstes Konzept ist geschrieben. Der Weihnachtsmarkt soll an drei Tagen im Dezember stattfinden, immer von 14 bis 23 Uhr. Wir wollen den Markt in ein warmes Licht tauchen, um eine schöne Atmosphäre zu erzeugen", stellt sich Initiator Lars Böhme vor. Täglich soll Weihnachtsmusik gespielt werden, Märchenerzähler und Kinderchor sorgen für ein passendes Rahmenprogramm. Kutschen sollen durch die Altstadt fahren und eine Bühne soll aufgebaut werden. Finanziert werden soll das Ganze mit Hilfe von Sponsoren. Ein Veranstaltungsort wird noch gesucht. Ringsum die Oberkirche oder der Parkplatz an der Ihle wurden als Möglichkeiten genannt. Die Idee dafür sei über Facebook entstanden. "Wir wollten einfach mal was anderes machen. Der Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr war einfach enttäuschend", begründet Böhme.

Bürgermeister Jörg Rehbaum begrüßt das Engagement des kleinen Teams. "Mir hat der Weihnachtsmarkt auch nicht mehr gefallen. Jedes Jahr wurden die Schwierigkeiten größer." Er sei gern bereit, etwas Neues zu probieren. Aber: "Die Stadt muss dann das Gefühl haben, dass es auch machbar ist und funktioniert." Wenn man mit dem jetzigen Veranstalter auf Abstand geht, könne es schwierig sein, wieder in seine Terminkette aufgenommen zu werden. "Die Veranstalter in diesem Bereich sind ausgedünnt. Wenn wir etwas Neues machen, dann muss das dauerhaft sein", macht Rehbaum deutlich. Der Weihnachtsmarkt in einer Kreisstadt lebe von den Akteuren vor Ort, so Veranstaltungs-Fachmann Jens Hitzeroth.

Mitinitiatorin Alice Süß würde sich wünschen, den Weihnachtsmarkt im Bereich der Oberkirche und der Pieschelschen Anstalt durchzuführen. "Ideal wäre es, wenn wir dann dort für den Zeitraum die Straße sperren könnten", stellt sie sich vor. Das sei aber eher problematisch. "Das ist eine Hauptader in Burg und ein Halteverbot für Anwohner auszusprechen, sei nicht so einfach", erklärt der Bürgermeister. Darum schlägt er eher den Parkplatz an der Ihle vor. Generell sei es aber empfehlenswert, bestehende Vereine mit ins Boot zu holen. Das Platzproblem sei ein riesiges, betont auch Hitzeroth. "Die Idee aber mit der Kirche zusammenzuarbeiten, ist keine schlechte." Um so ein Projekt zu bewerkstelligen, brauche es viel Manpower, viel Leidenschaft und es müsse viel gearbeitet werden. "Den anderen Weihnachtsmarkt gleich abzulösen, wird nicht sofort funktionieren", gibt Hitzeroth zu bedenken.

Unterstützung seitens der Stadt könne es vom Kulturstammtisch geben. "Der trägt dafür Sorge, dass für mehr Kultur in der Stadt gesorgt wird, und hat auch ein kleines Budget, das er verteilen kann", erklärt Rehbaum. Aber, dass der Weihnachtsmarkt von der Stadt betrieben werde, schließt Rehbaum aus.

Für Lars Böhme und Alice Süß geht es in den nächsten Wochen um die Standortsuche, die Kontaktaufnahme zu Vereinen und darum, weitere Interessenten für das Projekt zu gewinnen. In der zweiten Februarhälfte will das Team erneut zusammenkommen, um am Konzept für den Altstadt-Weihnachtsmarkt 2015 weiter zu feilen.