Etwa 90 Besucher haben sich am Sonnabend das Figurenkabarett von Erik Lehmann auf Schloss Leitzkau angesehen. Die jüngsten Zuschauer mit 14 und 15 Jahren verjüngten deutlich das sonst übliche Publikum auf dem Schloss.

Leitzkau l "Das ist hier heute Figurenkabarett. Das funktioniert folgendermaßen: Ich komme als Figur verkleidet vor, erzähle etwas Lustiges, sie lachen oder auch nicht - sie müssen nicht - das wiederholen wir mit anderen Figuren, bis Pause ist. Da gehen alle raus, es wird durchgewischt, dann kommen alle wieder rein, es kommt die Figur, sie lachen, es kommt eine andere Figur, sie lachen, es kommt eine neue Figur, sie lachen - sie verstehen - das bis zum Ende und dann übergeben wir den Raum besenrein" - so die Einleitung von Erik Lehmann am Freitagabend.

Der Wahl-Dresdener hatte sich und sein Kabarettprogramm "Herr Lehmann" für Freitag im Schloss Leitzkau angekündigt. Die wenigen freien Plätze im Raum waren an einer Hand abzuzählen. "Damit probieren wir mal etwas ganz Neues. Wir wollten auch für das jüngere Publikum etwas anbieten. Und als wir auf Erik Lehmann aufmerksam wurden, uns im Internet einen Eindruck von ihm machten, da entschieden wir uns auch für ihn", sagte Viola Hanke vom Förderkreis des Schlosses Leitzkau. Und die verkauften Karten scheinen ihr Recht zu geben. Das Publikum ist vom Alter gut durchmischt. Stefan Severin, mit 15 Jahren einer der jüngsten Zuschauer, zeigte sich begeistert. "Es ist ganz lustig. Vor allem die Figur des Sachsen Uwe erinnert mich an meinen Lieblingslehrer", meinte er in der Pause.

Auch bei den Erwachsenen scheint Lehmann größtenteils gut anzukommen: "Lustig und kurzweilig", sagte Liane Beyer nach knappen eineinhalb Stunden. Die Figuren und das Erzählen in Episoden fände sie gut.

Doch es gab auch andere Stimmen. "Wenig Anspruch", "Ein wenig platt", "Es hat keinen Mehrwert." Das war ebenfalls vereinzelt zu vernehmen.

Schlussendlich sind die meisten Besucher aber mit einem Lächeln und vielleicht auch ein wenig Muskelkater im Gesicht vom vielen Lachen nach Hause gegangen. "Und nichts anderes wollten wir", so Viola Hanke.

   

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