Berlin/Möser/Hohenwarthe l "Wir müssen die Hohenwarther Trogbrücke zum Wahrzeichen für die Gemeinde Möser und den Ort Hohenwarthe machen", sagt der für den Tourismus engagierte Wolfgang Rust. Über 220 000 Radler und Wanderer passieren dieses eindrucksvolle Bauwerk jedes Jahr, das als größte Trogbrücke Europas gilt. Aber die meisten radeln vorbei, weil das touristischen Angebot rundherum fast gleich Null ist. "Es gibt nicht einmal eine Toilette", sagt Rust. Alle Planungen für Veränderungendauerten viel zu lange. Und die vielen Besucher, die am Stand des Jerichower Landes auf der Grünen Woche am Sonntag Halt machten, um sich über den Elberadweg und seine "Bewirtschaftung" zu informieren, so der als Schankwirt verkleidete Rust, belegen das gestiegene Interesse an Natur, sportlicher Betätigung und sanftem Tourismus.

Zusammen mit einem Kollegen aus Tangermünde, der wie Rust eine Pension betreibt, ist ein Flyer für Radtouristen entwickelt worden, der über 24 Herbergsmöglichkeiten am Elberadweg von Hitzacker bis Dresden und weitere wichtige Angebote der einzelnen Streckenorte (z.B. Post, Geldautomat, Bäcker, Supermarkt u.v.a.) informiert. Alles steht unter dem Motto "Wohlfühl-Pension am Elberadweg - wo Übernachten am schönsten ist".

Wolfgang Rust hat aber auch die Gemeinde im Blick. Fast vollendet ist ein Flyer, der über die sechs Ortschaften der Gemeinde Möser informieren soll. Herausgestrichen werden die Besonderheiten des jeweiligen Ortes. Und da kommt Rust wieder auf die Trogbrücke zu sprechen: "Der Herzstück des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg ist die Trogbrücke. Und die liegt in Hohenwarthe. Damit müssen wir wuchern."