Planer Reinhard Heinze stellte im Bau- und Umweltausschuss die Eckpunkte des Beleuchtungskonzeptes der Einheitsgemeinde Gommern vor. Teile des Konzeptes sind bereits verwirklicht worden.

Gommern l Ein bisschen verwundert zeigte sich Reinhard Heinze von EHB Elektroplan Gommern, dass das Beleuchtungskonzept in den Gremien der Stadt Gommern noch keine Beachtung gefunden hat. Schließlich hatte er es bereits im April des vorigen Jahres abgegeben und sind Bestandteile längst realisiert worden.

Zum Konzept gehörte auch die Aufnahme des Altbestandes. Demnach sind manche Laternen in der Einheitsgemeinde bereits vor 50 Jahren aufgestellt worden.

Das größte Kopfzerbrechen bereiten derzeit die HQL, die Quecksilberdampflampen, da es ihre Leuchtmittel ab Mai nicht mehr zu kaufen gibt. Immerhin machen sie ein Drittel der Straßenbeleuchtung in der gesamten Einheitsgemeinde aus. Und sind darüber hinaus "weit verteilt", was einen Austausch noch aufwendiger macht.

LED ist derzeit das beste - und teuerste Leuchtmittel

Im Unterschied zu den Natriumdampfleuchten lassen sich die Quecksilberdampfleuchten nicht dimmen.

"Das Licht in der Nacht vom Niveau herunterzufahren, macht auf jeden Fall Sinn", sagte Reinhard Heinze. Das beste Leuchtmittel derzeit sei jedoch LED. Das könnte man am besten feststellen, wenn man in der Dunkelheit durch Menz und Wahlitz fahre. Die LED-Lampen in Menz sorgten für ein weißes, sehr angenehmes Licht. Der Haken sind die Kosten. LED ist noch vergleichsweise teuer.

"Die Umstellung amortisiert sich in etwa acht Jahren, beim Dimmen von Natriumdampfleuchten schon in drei bis vier Jahren", erklärte der Planer. Er bot an, weitere Vorschläge zu unterbreiten, was in welcher Reihenfolge modernisiert werden sollte, und wies zugleich darauf hin, dass teilweise auch die Netze veraltetet seien.

Heinz-Hellmer Wegener (CDU), der von seinen Ausschusskollegen gebeten wurde, die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses zu leiten, da weder der Ausschussvorsitzende noch seine Stellvertreterin teilnehmen konnten, regte an, das Beleuchtungskonzept den Ausschussmitgliedern zur Verfügung zu stellen und für die nächste Sitzung Varianten vorzubereiten, ob und wie Contracting-Modelle für die Stadt Sinn machen würden.

"Einen generellen Verkauf des Netzes schließen wir aus", sagte Uwe Seeger aus der Stadtverwaltung.

Positiv nahmen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses den Hinweis auf, dass die Stadtverwaltung derzeit ein Lampenkataster erarbeitet, aus dem unkomplizierter abzulesen sein soll, wo häufiger Lampen kaputt gehen, so dass Elektriker dort nach der Ursache suchen können, statt immer nur die Leuchtmittel auszutauschen. Aus dem Kataster soll zudem abzulesen sein, in welchen Abschnitten ungewöhnlich viel Strom verbraucht wird, so dass nach Kriechstrom gesucht werden kann.

Stadt will jährliche Stromkosten senken

Rund 50 000 Euro will die Stadt jährlich in die Modernisierung der Straßenbeleuchtung investieren. Unter anderem mit den Straßenzügen in Menz und Nedlitz und der Gommeraner Altstadt ist der Anfang längst gemacht.

Energiekosten allein für die Straßenbeleuchtung in Höhe von rund 200 000 Euro drücken jährlich aufs Gommeraner Stadtsäckel.