Burg l Eine überwiegend positive Bilanz konnte die Verkehrswacht Jerichower Land in Burg anlässlich der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend ziehen. "Wir waren auch im Ausbildungsjahr 2014 im Bereich der Verkehrserziehung erfolgreich tätig und haben unseren Beitrag bei der Herstellung der Verkehrssicherheit und der Bekämpfung des Unfallgeschehens geleistet", machte Gerhard Ritz, stellvertretender Vorsitzender der Verkehrswacht, deutlich. Dabei wurde die eigene Arbeit in engem Zusammenwirken mit der Polizei, den Straßenverkehrsbehörden sowie den Schulen und Kindereinrichtungen geleistet.

Die Verkehrssicherheitsarbeit wurde und wird intensiv durch Verkerhrssicherheitsprogramme der Bundesregierung, durch Bundesprojekte der Deutschen Verkehrswacht sowie durch die örtlichen Verwaltungen unterstützt. Dies betrifft auch die Arbeitsschwerpunkte, wie beispielsweise die Verkehrserziehung für Kinder im Vorschulalter, in den Schulen und Bildungseinrichtungen, die Nutzung des Verkehrserziehungszentrums in Burg, die Durchführung von Verkehrssicherheitsaktionen und die Sicherheit der Schulwege.

"Die Verkehrswacht Jerichower Land war auch im Jahr 2014 wieder ein verlässlicher Partner für die Bürger, für die Behörden und Institutionen sowie für die Kinder und Schüler im Landkreis", resümierte Gerhard Ritz. Dies zeige sich auch in den verschiedensten Aktivitäten.

"Die Verkehrswacht Jerichower Land war auch im Jahr 2014 wieder ein verlässlicher Partner."

Gerhard Ritz, stellvertretender Vorsitzender

Als Verkehrswacht habe man sich an insgesamt 176 Veranstaltungen beteiligt sowie eigene Veranstaltungen organisiert und durchgeführt, die von über 17 000 Bürgern besucht wurden. Verkehrserziehung an den Schulen wurde auch im vergangenen Jahr wieder großgeschrieben. 51 Einsätze gab es an Grund- und Förderschulen.

Bei 14 Einsätzen an Sekundarschulen und Gymnasien wurden insgesamt 392 Teilnehmer gezählt. An Bundesprojekten der Deutschen Verkehrswacht beteiligten sich im Landkreis Jerichower Land bei 29 Einsätzen 8000 Teilnehmer. Gerhard Ritz: "Zusätzlich zu diesen Aktivitäten haben wir an 13 öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen, bei denen wir über 5000 Besucher erreicht haben."

"Die Burger Verkehrswacht ist nicht die schlechteste im Land."

Erich Thiede, Präsident der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt

An verschiedenen Orten wurden im Jahr 2014 im Landkreis 17-mal Fahrradcodierungen angeboten. Dabei konnten insgesamt 243 Fahrräder codiert werden. 219 Teilnehmer wurden bei den acht Verkehrsteilnehmerschulungen und 91 bei den acht Veranstaltungen zum Fahrsicherheitstraining gezählt. In diesem Jahr gibt es erstmals ein Fahrsicherheitstraining für Behinderte.

Zu den "Hauptaufgaben" der Verkehrswacht gehörte auch wieder die "Geldbeschaffung", wie es Gerhard Ritz formulierte. "Dabei hatte sich der Schwerpunkt im Herbst auf die Personalbeschaffung für 2015 verlagert." Auch dank der Unterstützung von Sponsoren von Fördermittelgebern konnten alle Projekte abgesichert werden.

Erich Thiede, Präsident der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt, stellte zur Freude der Anwesenden fest, dass "die Verkehrswacht Burg nicht die schlechteste im Land ist". Er wies darauf hin, dass "alle gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit im Straßenverkehr tragen". Wichtig sei, mit den Menschen zu arbeiten. Er hoffe, dass mit dem neuen Landrat die Zusammenarbeit besser werde als mit seinem Vorgänger, so Thiede.

Für Jens Vogler, der den verhinderten Burger Bürgermeister Jörg Rehbaum vertrat, ist Verkehrswacht gleichbedeutend mit Verkehrserziehung. Er wies darauf hin, dass es in der Stadt Burg höhere Unfallzahlen als auf dem Land gibt.

Die Verkehrswacht Jerichower Land in Burg zählt derzeit 78 Mitglieder.