Nicht nur in Einsätzen ist auf die Wahlitzer Feuerwehr Verlass. Auch im gesellschaftlichen Leben der Ortschaft sind die Männer eine wichtige Stütze. Auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend konnte für das vorige Jahr eine positive Bilanz gezogen werden.

Wahlitz l Der grüne Teppich war in der Fahrzeughalle ausgerollt, Tische und Bänke standen zur Jahreshauptversammlung bereit. Dass auch die Temperatur angenehm war, lag an der Sanierung von Dach und Fassade, in die die Stadt Gommern letztes Jahr rund 70 000 Euro investiert hat. Je nach Fortschritt der Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Dannigkow erhält das Wahlitzer Gebäude in diesem oder nächsten Jahr zudem eine Abgasabsauganlage. Das kündigte Bürgermeister Jens Hünerbein an in seinem Grußwort an.

Darüber hinaus sind in diesem Jahr keine großen Investitionen vorgesehen. "Tagesgeschäft" nannte Ortswehrleiter Heiner Wolter die geplanten Anschaffungen bei den Geräten und der Bekleidung. Für das nächste Jahr regte er eine Renovierung des Versammlungsraumes an. Ganz oben auf der Wunschliste der Feuerwehrleute steht zudem ein neuer Geschirrspüler.

Zu vier Einsätzen mussten die Wahlitzer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr ausrücken. Anfang Juni bereitete ihnen ein Schwelbrand Sorge. Aber nicht das Löschen war das Problem, sondern den Brand zu finden. Die Beschreibung der Stelle hatte das sehr schwierig gemacht. Im Juli wurden die Einsatzkräfte erneut zu einem Brand gerufen. Dieses Mal standen rund 40 Quadratmeter Unterholz in Flammen. Bei den anderen beiden Einsätzen wurden die Wahlitzer als Unterstützung der Gommeraner Feuerwehr alarmiert, mussten aber nicht mehr eingreifen.

Trotz des ruhigen Einsatzgeschehens kommen die Feuerwehrleute auf mehr als 100 Aktivitäten im vergangenen Jahr. Mit der Beteiligung an den Diensten zeigte sich Ortswehrleiter Heiner Wolter in seinem Rechenschaftsbericht zufrieden. Nachdenklich stimmte ihn jedoch das Durchschnittsalter der aktiven Kameraden, das bei 37 Jahren liegt. Zu wenige Mitglieder sind zwischen 18 und 35 Jahren alt.

Er lobte die "abwechslungsreiche und realistische Ausbildung" und dankte den Feuerwehrmitgliedern für ihr umfangreiches Engagement. "Lasst uns weiter so machen!"

Neben den Dienstabenden, der kontinuierlichen Übung und Fortbildung in den vielen Handgriffen, die Feuerwehrleute beherrschen müssen, von der Handhabung der Beleuchtungsanlage über den Umgang mit der Steckleiter bis zur Sicherung der Einsatzstelle unterstützten sie das gesellschaftliche Leben im Dorf. Das Einholen des Maibaumes ist für die Männer eine "ehrenvolle Aufgabe", wie Heiner Wolter betonte. Das Aufstellen des großen Weihnachtsbaumes erledigen sie Jahr für Jahr genauso routiniert. Zum Adventsmarkt übernahmen sie den Getränkeausschank. Bei 100 Litern Glühwein und 15 Litern Kakao sehr erfolgreich.

Für Jens Hünerbein war es eine Freude zu sehen, dass die Zusammenarbeit in der Wahlitzer Ortsfeuerwehr so gut funktioniert. Auf die Stadtfeuerwehr bezogen sind die Mitgliederzahlen sein Sorgenkind Nummer eins. "Feuerwehr ist ein Ehrenamt", erinnerte er. "Uns fehlen die Nachwuchskräfte." Für ihr großes Engagement bedankte sich der Stadtchef bei den Feuerwehrleuten und wünschte ihnen jederzeit eine gesunde Rückkehr.

Ob zum 1. Mai, Reiterfest oder Weihnachtsmarkt auf die Feuerwehrleute sei - zusätzlich zu den Einsätzen - immer Verlass, bedankte sich auch Dirk Kelm in seiner Funktion als stellvertretender Ortsbürgermeister, der Reinhard Dame am Freitagabend vertrat.

   

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