Theeßen/Burg/Möckern l Glatte Straßen am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch bescherten der Polizei und den Abschleppdiensten überdurchschnittlich viel Arbeit.

Innerhalb 24 Stunden ereigneten sich im Jerichower Land 16 Verkehrsunfälle. Bei zehn Kollisionen spielten die winterglatten Fahrbahnen eine entscheidende Rolle. "Die Unfälle ereigneten sich im gesamten Landkreis", sagte Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch.

Glück im Unglück hatten am Nachmittag ein Mercedesfahrer (44) und seine 47-jährige Insassin. In Höhe der Abfahrt nach Theeßen verlor der Mann auf glatter Fahrbahn in Richtung Berlin die Kontrolle über sein Auto. Polizeisprecherin Doreen Günther: "Das Auto überschlug sich, durchbrach einen Wildzaun und kam auf dem Autodach zum Liegen." Beide Insassen verletzten sich leicht, konnten sich jedoch selbstständig aus ihrem Auto befreien. Zu Vorsorgeuntersuchungen wurden beide in ein Krankenhaus gebracht. In Möckern wollte eine Fiatfahrerin (27) von der Lindenstraße nach rechts in den Papsdorfer Weg einbiegen. Auf glatter Straße rutschte das Auto gegen einen anderen Pkw. An den Fahrzeugen entstanden Blechschäden.

Ebenfalls am Dienstag wollte eine VW-Fahrerin (22) von der Mannheimer Straße in Gommern nach rechts in die Hermann-Ebel-Straße einbiegen. Das Auto kam auf die Gegenspur und rutschte gegen einen Baum. Mit einer Rutschpartie endete die Reise für einen 19-jährigen Audifahrer im Straßengraben an der Chaussee zwischen Nedlitz und Möckern.

Auf der B107 zwischen Genthin und Mützel rutschte eine Frau mit ihrem Renault in den Straßengraben. Mit dem Rettungswagen wurde die 25-Jährige ins Krankenhaus gebracht. Für das Auto war der Abschleppdienst zuständig.

In der Nacht gegen 3 Uhr schlitterte ein Suzukifahrer mit seinem Auto zwischen Parchau und Burg gegen ein Geländer der Brücke über den Elbe-Havel-Kanal.

"Da in den nächsten Tagen mit ähnlichen Witterungsbedingungen im Jerichower Land zu rechnen ist, appellieren wir an die Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise dementsprechend anzupassen und mehr Zeit einzuplanen", sagte Polizeisprecher Kriebitzsch gestern zur Volksstimme.

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