Kostümiert und mit selbst gemachten Naschereien feiern die Kinder des evangelischen Schulhorts in Burg jüdisches Purimfest. Es ist der Höhepunkt einer erlebnisreichen ersten Ferienwoche unter dem Motto "Mut tut gut".

Burg l Großer Auftritt für Jonas Fritzsch. Als Bote des Königs Xerxes darf er den Kindern aus Burg und Umgebung verkünden: "Heute soll ein Festtag für alle sein, auch für die Armen in den Dörfern." Was wie Fasching anmutet hat einen ernsten biblischen Hintergrund. Die ganze Woche haben die Kinder das Treiben am Königshof von Xerxes und seiner auserwählten Königin Ester im Theaterspiel beobachtet.

Die schöne Ester, gespielt von Maria Gentzsch, rettet im Finale der Aufführungen mit einem Gesetzesvorschlag das jüdische Volk vor der Intrige Hamans. Dieser hohe Regierungsbeamte wollte an einem Tag alle Juden des Perserreiches ermorden lassen.

Das Lose- oder Purimfest heißt deshalb so, weil der Tag für die Ermordung per Los festgelegt wurde. Beim Bau der Kulissen aus bunten Papierpalmen und einem goldenen Thron, haben die Großen der Sechs- bis Zwölfjährigen eifrig mitgewerkelt. Reporter Willi Wichtig vom "Royal Oriental", gespielt von Arend Fritzsch, titelte zum Freudentag in der neusten Ausgabe "Gott macht Mut und Mut tut gut". Weniger ernst, sondern eher schmackhaft, ging es danach in der Küche des Hortes zu. "Wir backen Hamantaschen mit süßer Füllung und essen das Böse damit einfach auf", erklärt Gudrun Schultze, Gemeindepädagogin aus Gerwisch. In der kommenden Woche wird es vermutlich etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend in der Einrichtung sein. Es stehen Kino, Kochen, Backen und gemeinsame Musikprojekte auf dem Programm. Zehn Ferienkinder sind angemeldet. 55 Plätze gibt es vor Ort.

Infos zur Hortbetreuung unter: 03921/91 52 16