Burg l Ein Parksystem mit SMS-Parken ist für die Burger Stadtverwaltung kein Thema.

In Magdeburg läuft das System seit September 2013 mit Erfolg. Aus einer Untersuchung geht hervor, dass die Stadt über das Handyparken zwischen September 2013 und August 2014 mehr als 269 000 Euro eingenommen hat. Die Servicegebühren, die anfallen, gehen allerdings auf Kosten der Stadtkasse Magdeburg.

"Das wollen wir uns erstmal nicht leisten", erklärte Stadtsprecher Bernhard Ruth. Auch wenn Bürgermeister Jörg Rehbaum "recht angetan" von dem Handyparken sei, wie Ruth erklärte. Dafür bräuchte es allerdings eine Aufrüstung der Parkuhren mit neuer Software. Kosten, die laut Ruth im fünfstelligen Bereich liegen.

Per Handy sendet der Autofahrer sein Kennzeichen als SMS. Politessen überprüfen mit dem Kennzeichen, ob die Parkgebühr bezahlt worden ist. Die Kosten für das Parken gehen zusammen mit den vertragsüblichen SMS-Gebühren von der Handyrechnung oder dem Prepaid-Guthaben ab.

Grundsätzlich wolle man in der Innenstadt keine weiteren Parkuhren aufstellen, erklärte Ruth. "Wir wollen die Innenstadt und die Händler stärken."

Bei der Haushaltsdebatte kämen die Parkgebühren immer wieder ins Gespräch, doch bis auf weiteres sollen die Gebühren nicht erhöht werden.

Neun Parkuhren stehen laut Stadtverwaltung in der Innenstadt. Ein Automat bringt gut 10000 Euro für die Stadtkasse, erklärt Ruth.

Im vergangenen Jahr habe man die geplanten Gebühren wegen der Bauarbeiten nicht einnehmen können. Für 2015 rechne die Stadt wieder mit Einnahmen in Höhe von 90000 Euro.

Wäre das Bezahlen mit dem Handy eine praktische Alternative? Schreiben Sie eine Email mit Ihrer Meinung an juliane.quaegwer@volksstimme.de oder rufen Sie uns am Montag von 11 bis 12 Uhr unter 03921/456437 an.