Während der Wintermonate sollen die Marktleute auf dem Rolandplatz bleiben. Ab Mitte März geht es zurück an die Schartauer Straße. Eine Umfrage zeigt, wie unzufrieden sowohl Händler als auch Kunden in Burg sind.

Burg l Die Kundschaft, die über den Rolandplatz bummelt, ist am Dienstag überschaubar. "Der Gemüsemann ist ja gar nicht da", sagt Monika Habedank zu ihrem Mann. Das Ehepaar besucht den Burger Wochenmarkt oft, "weil die Produkte frischer sind". An den Markt in der Stadt hätten sie sich schon gewöhnt. "In der Schartauer ist es doch viel belebter", findet die 71-Jährige.

Hiltraud Schuppen kauft Kuchen am Bäckerwagen. Honig und Käse besorgt sie zusammen mit den Backwaren auf dem Wochenmarkt. "In der Stadt ist der Markt schöner", sagt die Burgerin. Denn entlang der Schartauer Straße erledigt sie gern noch Wege. Seit der Markt auf dem Rolandplatz ist, sind die Einkäufe auf dem Markt seltener geworden.

Den Eindruck haben auch die Marktleute. "Der Umsatz ist deutlich geringer als auf dem Magdalenenplatz", erklärt Karin Klopsch, die Fleischwaren verkauft. "Am Rolandplatz fehlt die Laufkundschaft", schließt sich Heike Lindner vom benachbarten Bäckerstand an.

Rainer Gödicke aus Brettin verkauft Eier und sieht auch Vorteile für die Innenstadt: "An der Schartauer Straße profitieren auch die ansässigen Geschäfte vom Markt."

Die Marktmeister Hans Vallendar und Peter Menz wünschen sich mehr Entgegenkommen der Stadt. "Wir würden gern früher wieder zurück an die Schartauer Straße", erklärt Hans Vallendar. Die Vereinbarung mit der Stadt betreffe die Monate, in denen Schnee fallen könnte. Einen früheren Umzug, wenn das Wetter so bleibt, könnten sich die Marktleute alle vorstellen.

"Vereinbarung ist Vereinbarung", sagt Stadtsprecher Bernhard Ruth. Weil die Deutsche Marktgilde den Winterdienst nicht gewährleisten kann, hat die Stadt mit der Gilde und den Händlern diesen Kompromiss geschlossen. Demnach ist der Markt bis zum 15. März fest auf dem Rolandplatz eingeplant. "Wenn es schneit, würden die Räumfahrzeuge den Schnee zur Seite schieben - genau vor die Wagen der Händler. Das will doch auch keiner."