Burg wird im September Gastgeber eines internationalen Städtepartnerschaftstreffens sein. Das Thema der viertägigen Begegnung lautet "Wir in Europa - Für Frieden und Menschlichkeit in der Welt". Für die Vorbereitungen wird jetzt der Feinschliff angesetzt.

Burg l Frieden und Verständigung sind keine Selbstverständlichkeit. Vor allem nicht in der heutigen krisengeschüttelten Zeit. Menschen zueinander zu bringen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen sind für viele Akteure in Burg, die nach der Wende Partnerschaften ins Leben gerufen haben, ein Leitfaden, der wichtiger denn je ist. Und daraus sind in den zurückliegenden Jahren viele persönliche Freundschaften entstanden - sei es mit Deutschland, Frankreich, Griechenland oder Israel.

"2015 ist nun ein besonderes Jahr für uns", sagt Stadt-Pressesprecher Bernhard Ruth. Im September soll anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft mit Gummersbach und des zehnjährigen Jubiläums mit La Roche-sur-Yon ein internationales Städtepartnerschaftstreffen über die Bühne gehen. "Auch 25 Jahre Wiedervereinigung und ihre Bedeutung für Europa sowie das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel werden eine besondere Rolle spielen", kündigt Ruth an. Immerhin seien die freundschaftlichen Kontakte, die Burg seit 2001 zur israelischen Stadt Tira unterhält, in den vergangenen Jahren auch unter teilweise schwierigen politischen

Bedingungen im Nahen Osten ausgebaut worden.

Und mit der Partnerschaft zur oberbergischen Stadt Gummersbach seit dem 1. November

1990 konnte nicht nur das Freundschaftsband zu La Roche geknüpft werden, sondern auch zur griechischen Gemeinde Afandou (Rhodos). Darüber hinaus bestehen auch zur finnischen Stadt Oulainen enge Kontakte.

So werden Vertreter aus fünf Ländern an diesem ersten Septemberwochenende, an dem auch das Rolandfest stattfindet, in Burg zu Gast sein. Eingebettet in das europäische Motto "Wir in Europa - Für Frieden und Menschlichkeit in der Welt" soll in Form von Veranstaltungen, Gesprächsrunden, einem Sportfest und Familienaustausch der Gedanke der Europäischen Union als Friedensmodell dargestellt werden.

Zum Programm gehören ferner die Besichtigung der Gedenkstätte der deutschen Teilung in Marienborn, ein Rückblick auf die Entstehung der Partnerschaft zwischen Burg und Gummersbach, eine internationale Tagung mit Europa-, Bundes- und Landespolitikern sowie eine ansprechende Festveranstaltung.

"In Vorbereitung dieses Treffens wollen wir auch Thementage in Schulklassen, möglicherweise mit einem Mal- und Zeichenwettbewerb zum Thema Frieden/Europa in der Welt in das Programm integrieren", erläutert Ruth.

Auch für andere konkrete Vorschläge, die den Besuch bereichern könnten, sind die Initiatoren (Telefon 03921/921202) dankbar.