Gübs l Binnen eines Jahres ist es den Gübser Kameraden gelungen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Auf der Jahreshauptversammlung im Winter 2014 hatte es zwar noch einen Hoffnungsschimmer gegeben. Doch Gemeindewehrleiter Carsten Kiwitt hatte die Chance für die Gübser Wehr in erster Linie in einer engen Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Heyrothsberge gesehen. So könnten Defizite in der Ausbildung aufgeholt werden und die Gübser Kameraden an Einsätzen teilnehmen.

Auf der Hauptversammlung vor einigen Tagen schwang eine selbstbewusste Portion Zuversicht und Zukunftsgewissheit mit. Der junge Mann Lucas Blötz hatte sich dazu bekannt, die Nachfolge von Wehrleiter Ernst Seider anzutreten. Wurde er vor einem Jahr zum Feuerwehrmann befördert, bekam er jetzt die Schulterstücke eines Oberfeuerwehrmannes. Er absolviert jetzt die Ausbildung zum Gruppenführer und wird im Mai den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" besuchen. Mit Beruhigung stellte Wehrleiter Ernst Seider fest: "Damit hat er alle Voraussetzungen geschaffen, um mein Nachfolger zu werden." Der 95. Gründungstag der Gübser Wehr soll im Frühling der würdige Hintergrund für die Übergabe des Staffelstabes bilden. Ernst Seider gibt dann nach zwölf Jahren sein Amt als Feuerwehrchef ab.

Den stellvertretenden Ortsbürgermeister Andreas Thiele veranlasst das junge Alter des künftigen Chefs zu der Aussage, dass Lucas Blötz zum dienstältesten Wehrleiter aller Zeiten werden könnte. Was einen Eintrag ins Guinness-Buch wert sei. Lucas Blötz ist 20 Jahre alt.