Genthin (dpa) | In den Schweinezuchtbetrieb des umstrittenen Unternehmers Adrianus Straathof in Gladau (Jerichower Land) ist eingebrochen worden. Unbekannte Täter hätten in der Nacht zum Sonntag Computertechnik entwendet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage und bestätigte damit die Darstellung eines Unternehmenssprechers. Nach dessen Worten wurden neben "diversen Gegenständen" auch Akten entwendet, die "Aufschluss über das Geschäftsgebaren" liefern könnten.

Das Ganze sehe nach einer "sehr gezielten Maßnahme" aus. Einen konkreten Tatverdacht wollte der Unternehmenssprecher allerdings nicht äußern - das wäre "völlig aus der Luft gegriffen". Vor kurzem hatte Straathof angekündigt, dass er die Schweinezucht in dem Ortsteil der Stadt Genthin aufgeben werde.

Das Verwaltungsgericht Magdeburg will am 24. Februar über das Schweinehaltungsverbot des Landkreises Jerichower Land gegen Straathof verhandeln. Die Behörden im Kreis Jerichower Land hatten Straathof Verstöße gegen den Tierschutz vorgeworfen und ein Verbot der Schweinehaltung ausgesprochen.

Der aus den Niederlanden stammende Straathof ist einer der größten Schweinezüchter in Europa. Er hat unter anderem auch im Land Brandenburg und in Niedersachsen Betriebe.