Was machen, wenn es brennt und niemand hilft? Bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen der Feuerwehr Gommern könnte das ein Zukunftsthema sein.

Gommern l Groß drumherum reden tut Ralf Fröhlich nie. Gommerns Ortswehrleiter brachte es auch bei dieser Jahreshauptversammlung schnell auf den Punkt: "Wir haben ein Problem." Gemeint sind die Mitgliederzahlen.

Mitgliederschwund

112 zählten die Gommeraner Kameraden vor nicht allzu langer Zeit, jetzt liegen sie nur noch bei 99 Kameraden, 42 davon in der aktiven Wehr.

Geht man über zu den Dienstbeteiligungen, zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Zwar kann die elf Kameraden starke Altersabteilung mit einer Teilnahme von durchschnittlich 64 Prozent glänzen, aber in der aktiven Wehr sind einige schwarze Schafe zu finden. Acht Kameraden sind mit unter fünf Prozent Teilnahme an den Diensten und Ausbildungen in der Statistik zu finden. "Es gibt dafür unterschiedliche Gründe, die wir kennen oder auch nicht. Resultat wird aber sein, dass einige von ihnen schon ausgeschieden sind oder es demnächst werden", so Fröhlich.

Nachwuchs fehlt

Erschwerend kommt der Schwund der Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr dazu. In den vergangenen eineinhalb Jahren konnten zwar fünf Jugendliche aus der Jugendabteilung in die aktive Wehr wechseln, doch jetzt zählt der Nachwuchs nur noch 14 Mitglieder. "Und wenn wir uns in den eigenen Reihen umschauen - wer ist denn einfach so eingetreten? Die Mehrzahl kommt aus unserer Jugendwehr und ist uns treu geblieben", sagt Fröhlich besorgt. Eine Lösung ist nicht in Sicht. "Mitgliedergewinnung bleibt Sache eines jeden", gibt Ralf Fröhlich den Kameraden mit auf den Weg.

Um so erfreulicher der Moment, als bei der Jahreshauptversammlung Bianca Heide, Niklas Berke und Steven Schröter offiziell in die aktive Wehr aufgenommen wurden.