Am 15. März bitten die Eheleute Sylvia und Ralf Guse die ersten Gäste in die neu eröffnete Gas- tronomie des Pietzpuhler Kavaliershauses.

Pietzpuhl l Die beiden Wirtsleute Sylvia und Ralf Guse sind entschlossen: "Ja, wir wollen dem schönen Kavaliershaus wieder mehr Leben einhauchen. Dafür wollen wir uns richtig ins Zeug legen." Derzeit sind die Eheleute mit weiteren vorbereitenden Arbeiten befasst. Am Sonntag der nächsten Woche soll schließlich alles perfekt sein und keine Panne passieren. Die Gäste sollen sich wohl fühlen und zufrieden das Kavaliershaus verlassen. Und natürlich wiederkommen.

Die Guses überlassen nichts dem Zufall. Vor einigen Tagen hatten sie sich mit der Pietzpuhler Ortsbürgermeisterin Anke Rasch an der Zufahrt zum idyllischen Pietzpuhl an der Bundesstraße 1 verabredet, um zu prüfen, ob sich die Klebestreifen über dem Gastronomie-Logo auf dem Verkehrszeichen auch problem- und rückstandslos abziehen lässt. Schließlich sollen auch die Gäste von außerhalb den Weg ins Kavaliershaus finden. Die Probe fiel positiv aus. Kurz vor dem 15. März werden die Streifen auf beiden Seiten des Schildes endgültig verschwinden.

Auf dem Weg zu Kreuzung berichtet Ralf Guse von seinen Mühen, einen Stromanschluss für die Räume zu bekommen. Schon im Februar hatte er dem Versorger eine Nachricht übermittelt. Die sei auf Nachfrage nicht angekommen. Später habe man sie noch gefunden. Aber Eon und Avacon als Versorger und Netztbetreiber müssen beide agieren. Vor April würde es nichts werden mit dem Strom, so die Auskunft. "Da müssen wir also dringend noch mal nachhaken", sagt Ralf Guse, der im neuen Geschäft am Herd stehen wird. Und der müsse schließlich warm werden.

Die beiden Guses sind Quereinsteiger. Er ist gelernter Meister für Landtechnik, sie ist fit im Organisieren und in der Buchhaltung. Die Eheleute hatten bisher das Schützenhaus in Möckern betrieben. Das sei finanziell aber nicht zu stemmen gewesen mit dem angeschlossenen Hotel. Dazu seien die Umsätze zu gering gewesen.

Doch die Gästeschaft, sagen die beiden neuen Pietzpuhler Wirtsleute, haben versprochen, der bewährten guten Küche von Ralf Guse - der sein Hobby mit einem Lehrgang zur Berufung gemacht hat - und der Gastlichkeit, Freundlichkeit und dem Gespür für gehobenere Gastronomie von Sylvia Guse zu folgen. Die so genannte historische schwarze Küche ist bereits als Gastraum hergerichtet worden: Weiße Tafel, Stühle mit weißen Hussen, dezentes Porzellan, blitzende Gläser, Leuchter, Blumen.

Bernd Köppen, der Möseraner Bürgermeister, ist zufrieden, nach vielen Gesprächen mit Interessenten nun doch eine Zusage erhalten zu haben. Das Gebäude gehört der Gemeinde. Und Ortsbürgermeisterin Anke Rasch freut sich, dass es wieder eine zuverlässige, schöne Gaststätte in Pietzpuhl gibt.

Die Gastronomie ist künftig donnerstags bis sonnabends von 11 bis 22.30 und sonntags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

 

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