Födermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in die Sanierung der alten Burger Clara-Schwab-Schule fließen, die ab 2018 das neue Domizil der evangelischen Grundschule sein soll.

Burg l Angesichts dieser beträchtlichen Förderung aus dem Städtebauförderprogramm "Stadtumbau Ost" nutzte der Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Klaus Klang (CDU), am Mittwoch die Gelegenheit, sich vor Ort über die Pläne der Evangelischen Johannes-Schulstiftung zur Sanierung des Gebäudekomplexes zwischen Schartauer Straße und Jacobistraße zu informieren, in den 2018 die Evangelische Grundschule Burg einziehen soll. Der Staatsekretär wurde von Michael Bartsch, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Schulstiftung, Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) und dem Burger Stadtratsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Markus Kurze (CDU), der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hatte, begleitet. An der Begehung nahmen auch Vertreter der evangelischen Grundschule, des evangelischen Schulhortes, des Fördervereins der Schule, des Corneliuswerkes und der Burger Stadtverwaltung teil.

Das 1887 als Luisen-Lyzeum eingeweihte Schulgebäude soll in den kommenden Jahren saniert, umgebaut und erweitert werden. Die Baukosten werden insgesamt rund 3,4 Millionen Euro betragen. Der Förderbescheid über 2,5 Millionen Euro war im Dezember 2014 übergeben worden. Die Johannes-Schulstiftung als zukünftiger Eigentümer des Gebäudes wird 900 000 Euro investieren.

Neben dem Hauptgebäude soll auch das Fachwerkhaus Jacobistraße 9 saniert werden und weitere Räumlichkeiten für die Grundschule bieten. Für dieses Gebäude hatte es bislang Abrisspläne gegeben. Die Herstellung des Außengeländes ist ebenfalls in der Investitionssumme berücksichtigt. Auch für die Sanierung der Turnhalle, die in Eigentum der Stadt Burg bleibt und neben dem Schulsport auch dem Vereinssport dienen soll, wurde ein Förderantrag gestellt.

In der Schule sollen moderne Klassenräume für sechs Lerngruppen entstehen. Schmuckstück könnte die Aula unterm Dach werden, ist Michael Bartsch überzeugt. Sie soll künftig als moderner Mehrzweckraum fungieren. Außerdem sollen Räumlichkeiten für weitere Nutzungen (Hort, Musikschulunterricht) zur Verfügung stehen. Die Zusammenarbeit zwischen evangelischer Grundschule und Corneliuswerk, Träger des evangelischen Hortes, soll auch am neuen Standort fortgesetzt werden. Mit der Verwirklichung dieses Großprojektes möchte die Johannes-Schulstiftung die Voraussetzungen zur Weiterentwicklung der im Jahr 2010 eröffneten Evangelischen Grundschule Burg schaffen, die sich bisher auf dem Gut Lüben befindet. Bis zu 120 Schüler sollen am neuen Standort gemeinsam lernen.

Den Vorteil des künftigen Standortes im Stadtzentrum, der vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation bietet, betonte auch Staatssekretär Klaus Klang. Aufgabe der Städtebauförderung sei es, so Klang, Leben in die Städte zu bringen. Mit der Schule würde dies bestens gelingen, so der Gast, der Burg eine gute Entwicklung bescheinigte. "Und wenn sich Burg gut entwickelt, ist das auch ein Stück positive Landesentwicklung", so der Staatssekretär.