Burg/Genthin (el/da) l Das Dilemma ist am Mittwoch im Kreisausschuss allen bewusst: Bei immer mehr Aufgaben und Pflichtausgaben sinken die Zuweisungen vom Land. Der Kreis-Haushalt geht wegen seines Millionendefizites zurück an die Verwaltung. Die Ausschussmitglieder fordern Einsparvorschläge. Von einer schwierigen Lage, einer ganz und gar nicht zufriedenstellenden Situation spricht Landrat Steffen Burchhardt (SPD) am Mittwochabend. Es ist die erste Kreisausschussitzung in diesem Jahr. Die Mitglieder dieses beschließenden Ausschusses sollten sich ein Urteil zum Haushalt für 2015 bilden - und für den Kreistag in der kommenden Woche eine Empfehlung abgeben. Doch daraus wird nichts. Nach stundenlanger Diskussion entschließen sich die Kommunalpolitiker bei zwei Gegenstimmen von Burchhardt selbst und Jörg Rehbaum (SPD) den Haushalt zurück an die Kreisverwaltung zu verweisen. Ursache: Die Mitglieder wollen den Haushalt mit einem Defizit in Höhe von sechs Millionen "nicht einfach durchwinken", formuliert es Andreas Fischer (FDP/WG/FW): "Wir müssen mehr ins Detail gehen." Sowohl CDU-Politiker Markus Kurze als auch dem Kreisvorsitzenden Matthias Fickel (CDU) fehlt es an Vorschlägen und Ideen, wo eingespart werden könnte. Fakt ist, der Landkreis hat keine anderen Einnahmen als die Kreisumlage. Somit ist dies eine Stellschraube und das Personal der Kreisverwaltung eine zweite.