Einen spannenden Wettstreit lieferten sich am Donnerstag die besten Vorleser der dritten Klassen an der Grundschule Gommern. Sie ermittelten untereinander den Leselöwen.

Gommern l "Wuschelköpfiger Bursche" oder "Feuerschweif vorbeischwingt": Ganz schön schwierige Wortkombinationen hatten sich die Jungen und Mädchen in ihren Büchern ausgesucht, die sie am Donnerstag zum Leselöwen-Wettbewerb vorstellten. Zuvor hatten die drei dritten Klassen der Grundschule Gommern Am Weinberg ihre jeweils drei besten Vorleser ermittelt und zum Schulwettbewerb delegiert. Aus Krankheitsgründen konnten nur acht Kinder antreten.

Sie stellten der fachkundigen Jury und ihrem Publikum aus Mitschülern, Lehrern und Eltern eines ihrer Lieblingsbücher vor und berichteten, was ihnen an der Lektüre gefiel. "Es gibt viele Stellen, die lustig sind", war für die Jungen und Mädchen ein wichtiges Kriterium. Das schafft "Pumuckl" ohne Probleme. Und bei "Der kleine Drache Kokosnuss" kommt zudem die Spannung nicht zu kurz. Auch nicht bei "Unter Verdacht" oder den "Abenteuergeschichten".

Welches Kind den 13. Lesewettstreit an der Grundschule gewinnen sollte, hätte die Jury nach der Pflichtaufgabe schwer entscheiden können. Für die Kür, einen ungeübten Text, hatte sich Marlen Pickler, Fachkonferenzleiterin für Deutsch und Organisatorin des Wettbewerbes, dieses Mal etwas ganzes besonderes ausgedacht: Jedes Kind musste zwei bis drei Witze vorlesen. Ein paar Minuten zum Einlesen hatten die Jungen und Mädchen Zeit.

In welcher Reihenfolge sie antraten, hatte das Los festgelegt. Das entschied auch, wer welche Witze erhielt. "So schwere Wörter wie Stewardess oder Boutique hatten im Vorfeld geübt", sagte Marlen Pickler. Mit ihren guten Leistungen machten die Jungen und Mädchen der Jury die Entscheidung nicht einfach. Unter anderem kam es auf den Lesefluss und die Betonung an. Zehn Minuten mussten sich die Erwachsenen zurückziehen, bis sie ihre Punktetabellen ausgewertet und ein Ergebnis erzielt hatten.

"Ihr habt das alle ganz toll gemacht!", sagte Marlen Pickler, als sie an die Vorleser einen Glücksbringer verteilte und das Publikum noch einmal großen Beifall spendete. Den dritten Platz erreichte Josie, den zweiten Rang sicherte sich Leonie. Sarah bekam als Erstplatzierte nicht nur den Leselöwen, sondern auch den Wanderpokal, der nun ein Jahr lang ihr Kinderzimmer schmücken kann. Beim 14. Lesewettstreit kann sie den Pokal an ihren Nachfolger überreichen.