Burg (fh) l Sieben Stolpersteine aus Messing erinnern seit Sonnabend auf dem Gehweg der Burger Brückenstraße an die Familie Neumann, die von den Nazis fast komplett ausgelöscht wurde. Grausam: Drei Wintermonate verbrachte Chaim Neumann Anfang 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen. Er gehörte zu den 200000 Menschen, die hier am Stadtrand von Oranienburg bei Berlin von den Nationalsozialisten inhaftiert wurden. Zehntausende kamen durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um. Andere wurden Opfer systematischer Vernichtungsaktionen. Der 18. Februar 1940 ist der letzte Tag im Leben des Burger Kaufmanns Chaim Neumann. "Wir wissen nicht, wie er umgekommen ist", sagte Pfarrer Joachim Gremmes am Sonnabend bei der feierlichen Verlegung von sieben Stolpersteinen an der Brückenstraße. Hier wohnte die Familie, bis sie Ende der 30er Jahre abgeschoben beziehungsweise deportiert wurde.