Die Mitglieder des Bauausschusses des Biederitzer Gemeinderates befassten sich mit dem Bebauungsplan "Breitscheidstraße" in Heyrothsberge und zogen dabei die Befürchtungen der jetzigen Anlieger mit in die Beurteilung ein.

Heyrothsberge l Seitlich der Straße ist vor einigen Wochen das Baufeld mit naturrechtlicher Erlaubnis gerodet worden. Auf dem schmalen Streifen - im Hinterland liegt eine naturgeschützte Sanddüne - könnte Platz für sechs bis acht Wohnhausbauplätze sein. Trotz des kleinen Baupfeldes gibt es Befürchtungen der Anlieger, spricht Ausschussmitglied Prof. Axel Teichert die Sachlage an. "Diese Sorgen sollten wir ernst nehmen und nicht in den Wind schlagen", sagt er. Zunächst ging es darum, dass man nach Möglichkeiten suchen muss, dass die Anlieger auch nach der Errichtung der Häuser in den anliegenden Wald gelangen können. Das sei jetzt ohne weiteres möglich, dann rücken jedoch private Grundstücke zwischen Straße und den Wald. Eine Stichstraße wäre denkbar.

Eine weitere Befürchtung ist mit dem geplanten Ausbau der Breitscheidstraße verbunden. Der jetzt noch unbefestigte Abschnitt soll mit einer Asphaltschicht versehen werden, so die Planungen. Doch damit, so die Sorgen, könnte der Autoverkehr sprunghaft anwachsen, um nun auf durchgehend glatter Straße die viel befahrene Ampelkreuzung B 1/B 146 zu umfahren. Dazu wurde die Idee geboren, die Breitscheidstraße später zu einer Einbahnstraße zu machen.

Der Bebauungsplan soll nun in die öffentliche Auslegung gehen. Einwohner und die Träger öffentlicher Belange haben damit die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen und Vorschläge zu dem Bauvorhaben zu äußern.