Genthin (mfe) l Eine kontroverse Diskussion um das Beamtentum im Allgemeinen ging der Zustimmung des Hauptausschusses zur Besetzung des Abwesenheitsvertreter des Bürgermeisters voraus. Mit der Änderung des Stellenplanes 2015 beschäftigten sich die Mitglieder des Hauptausschusses während ihrer jüngsten Sitzung. Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) erläuterte den Hintergrund der Vorlage. "Wir haben drei Beamtenstellen sowieso, ob diese besetzt sind oder nicht." Von einem fünfstelligen Betrag innerhalb der Versorgungsumlage zur Steuerung der Besoldung, sprach der Bürgermeister in diesem Zusammenhang.

Die Krux in Genthin ist allerdings eine andere: Die bisherige Abwesenheitsvertreterin befindet sich in der Altersteilzeit. Aus diesem Grund könne eine Besetzung der Stelle, die im Fachbereich Verwaltung/Bürgerservices angesiedelt ist, nur erfolgen, wenn die nicht wiederbesetzte, aber vorhandene Planstelle umgewandelt wird. Im Gegenzug werde eine Beschäftigtenstelle gestrichen. Insgesamt kann die Stadt ihre Personalausgaben durch dieses Vorgehen verringern. Hier würde eine Aufwertung der Besoldung A12 auf A14 stattfinden.

Mitglieder nehmen Vorlage einstimmig an

Für den Bürgermeister ist die Verbeamtung hingegen "eine Wertschätzung des Mitarbeiters, der hoheitliche Aufgaben erfüllt." Zudem könne eine Verwaltung auf diese Weise leistungsstarke Mitarbeiter langfristig binden. Einstimmig nahmen die Mitglieder die Vorlage an, die am Donnerstag abschließend im Stadtrat beraten wird.